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22.01.2004

09:49 Uhr

Händler sind irritiert über widersprüchliche Äußerungen von europäischen Offiziellen

Euro setzt Aufwärtstrend fort

Die europäische Gemeinschaftswährung notiert im frühen Handel deutlich über 1,26 Dollar.

HB FRANKFURT. Im Morgenhandel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2670 Dollar. Am Dienstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2607 (Dienstag: 1,2536) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8082 (0,8004) Euro.

Händler reagierten irritiert über widersprüchliche Äußerungen von europäischen Offiziellen zur Entwicklung an den Devisenmärkten. Während Bundesbankvorstand Edgar Meister keine Notwendigkeit für eine Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) an den Devisenmärkten sieht, hat der französische Finanzminister Francis Mer den Höhenflug des Euro als einen „ungesunden Zustand“ beschrieben. Die Äußerungen sind nach Einschätzung von Experten wenig hilfreich, den Höhenflug des Euro zu stoppen.

Am Mittwoch hatte EZB-Ratsmitglied Nout Wellink gesagt, der Euro-Kurs sei zwar hoch, aber nicht übertrieben. „Wellink schien weniger besorgt über den Euro zu sein. Die jüngste Abwärtsbewegung beim Euro hat die Besorgnis der EZB etwas abgeschwächt“, sagte Mitul Kotecha von Credit Agricole Indosuez in London. Davon profitiere der Euro.

Ähnlich äußerte sich ein Frankfurter Devisenhändler. „Die Meinungen der EZB zur Euro-Stärke scheinen nicht so einheitlich zu sein und das trägt zum jüngsten Euro-Aufwärtstrend bei“, sagte ein Frankfurter Devisenhändler. „Die vorherigen verbalen Interventionen der EZB schwächen sich deswegen etwas ab.“

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