Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.05.2011

15:01 Uhr

Heraeus-Einschätzung

Bei Silber sind "viele Spekulanten unterwegs"

Die Preisschwankungen bei Silber erklärt der Chef des Edelmetallhändlers Heraeus durch Spekulation. Kürzlich kletterte der Preis auf fast 50 Dollar je Feinunze, die industrielle Nachfrage rechtfertige aber maximal 20 Dollar.

Der Silberpreis ist stark spekulationsgetrieben. Quelle: dpa

Der Silberpreis ist stark spekulationsgetrieben.

FrankfurtDer jüngste Preissprung bei Silber geht nach Einschätzung von Heraeus in großem Maße auf Geschäfte spekulativ orientierter Investoren zurück. „Die industrielle Nachfrage ist bei weitem nicht to stark gestiegen, wie das der Silberpreis suggeriert“, sagte Firmenchef Frank Heinricht am Montag während der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Das Hanauer Industrieunternehmen ist auch im Edelmetallhandel aktiv. „Aufgrund der erhöhten industriellen Nachfrage wäre ein Silberpreis von zehn bis 20 Dollar je Feinunze gerechtfertigt. Alles was darüber hinaus geht ist durch Spekulation getrieben.“ Die Feinunze Silber verteuerte sich am Montag um 4,5 Prozent auf 37,20 Dollar und erholte sich damit vom jüngsten Kursrutsch. Der Silberpreis war kürzlich auf fast 50 Dollar je Feinunze geklettert.

Heinricht erwartet allerdings aufgrund der wachsenden Nachfrage deutliche Preissteigerungen bei seltenen Metallen wie Tantal, Wolfram oder Molybdän in den kommenden Jahren. Die jüngsten Turbulenzen an den Rohstoffmärkten sieht das Unternehmen trotzdem gelassen. Bei Silber, das zu über 70 Prozent industriell eingesetzt wird, seien „immer noch sehr viele Spekulanten unterwegs“, urteilte Heinricht. Sein Stellvertreter Jan Rinnert betonte, der jüngste Goldkauf Mexikos habe keineswegs zu einer physischen Verknappung des Edelmetalls geführt.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.05.2011, 10:03 Uhr

„Aufgrund der erhöhten industriellen Nachfrage wäre ein Silberpreis von zehn bis 20 Dollar je Feinunze gerechtfertigt. Alles was darüber hinaus geht ist durch Spekulation getrieben.“

Wieso begreift eigentlich keiner, dass es längst nicht mehr um die industrielle Nachfrage allein geht.
Wie groß ist denn die industrielle Nachfrage nach Gold?
Die Leute kaufen sich eben nun mal Land, Gold, Silber, Platin, Zigaretten und alles was sonst noch einen Wert hat, weil überall auf der Welt die Druckerpressen heiß laufen und alle bunt bedruckten Lappen, die gemeinhin als wertvolle Tauschware eingesetzt werden, in einer überschaubaren Anzahl von Monaten gegen wertlos tendieren werden.

.... da reden die von industrieller Nachfrage, während sich überall auf der Welt Leute Silbermünzen kiloweise in den Schrank legen.
Die Leute hören auf, an das System zu glauben, über das ihr so gerne schreibt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×