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20.02.2012

16:55 Uhr

Hohe Beschaffungskosten

Benzinpreise erreichen neues Rekordhoch

Benzin war am Montag in Deutschland so teuer wie nie: Ein Liter Superbenzin E10 kostete im bundesweiten Durchschnitt 1,64 Euro, Super E5 lag bei 1,67 Euro. Grund seien die gestiegenen Beschaffungskosten für Ölprodukte.

Der Gang zur Zapfsäule ist so teuer wie nie zuvor. dpa

Der Gang zur Zapfsäule ist so teuer wie nie zuvor.

HamburgDie Benzinpreise in Deutschland haben am Montag den höchsten Stand aller Zeiten erreicht. Für einen Liter Superbenzin E10 waren nach Angaben der Mineralölwirtschaft im bundesweiten Durchschnitt 1,64 Euro zu bezahlen und damit so viel wie noch nie. Die meisten Autofahrer tanken zudem Super E5 mit lediglich fünf Prozent Ethanol, das nochmals drei Cent teurer ist und mit 1,67 Euro je Liter ebenfalls einen neuen historischen Höchststand erreichte. Diesel blieb noch unter 1,54 Euro je Liter und damit auch knapp unter dem Rekordwert aus dem Sommer 2008. Heizöl ist mit 94,20 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern) unverändert teuer.

Die Sprecher der Branche begründeten die hohen Preise an der Zapfsäule mit den gestiegenen Beschaffungskosten für Ölprodukte am europäischen Markt in Rotterdam. Dort wirkten sich unter anderem die Rohölpreise aus. Für Rohöl der Nordsee-Sorte Brent waren am Montag mehr als 122 Dollar für ein Barrel (159 Liter) zu bezahlen, das ist der höchste Stand seit dem vergangenen April. Der Dollarkurs verbesserte sich minimal auf 1,32 Dollar für einen Euro; im vergangenen Frühjahr Stand der Kurs aber wesentlich günstiger und für einen Euro gab es mehr als 1,48 Dollar. Die Händler hoffen nun darauf, dass nach dem Abklingen der Kältewelle in Europa der Nachfragedruck nachlässt und sich die Preise entspannen. Konkrete Anzeichen dafür gibt es noch nicht.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

21.02.2012, 10:28 Uhr

Es hilft nur verstaatlichung!

HansMeiser

21.02.2012, 10:48 Uhr

Spätestens nach dieser Welle des Anstieges der Rohstoffpreise wissen wir doch, wo das Geld für diese Spekualtionsblase her kommt. ZITAT: EZB leiht Banken fast 500 Milliarden Euro Billiges Geld gegen die Furcht. Wohin fließt das Geld? In die Realwirtschaft? Fehlanzeige, eine europaweite Rezession ist im Anmarsch. In den Interbankenmarkt? Fehlanzeige, das Vertrauen ist dahin, die Situation ist unverändert. In die Spekulation mit Rohstoffen? Volltreffer! Das war auch 2008 so.

Insider

21.02.2012, 16:10 Uhr

Liebe Handelsblatt-Redakteure, schaut Euch doch bitte die wesentliche Bedeutung der OMR-Notierungen (OMR = Oil Market Report) für die Kraftstoffpreise (Tankstellenpreise) in Deutschland und das Zustandekommen dieser täglichen Notierungen genauer an. Bilden Sie sich bitte selbst eine Meinung, ob bzw. wie diese Notierungen manipulierbar sind. Zudem wäre es angebracht, den mutmasslichen Zusammenhang zwischen der Insolvenz von Petroplus - des größten unabhängigen Raffineriebetreibers Europas - und den seitdem (in Deutschland) stark gestiegenen Kraftstoffpreisen zu untersuchen und zu kommentieren.

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