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13.07.2017

12:44 Uhr

IEA-Jahresbericht

USA exportieren immer mehr Flüssiggas

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur sind die USA auf dem Weg, in den nächsten Jahren zum zweitgrößten Flüssiggas-Exporteur der Welt zu werden. Bei der Gasproduktion stehen die USA bereits an der Spitze.

Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur könnten die Vereinigten Staaten in den kommenden fünf Jahren zum weltweit zweitgrößten Flüssiggas-Exporteur aufsteigen. dpa

USA

Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur könnten die Vereinigten Staaten in den kommenden fünf Jahren zum weltweit zweitgrößten Flüssiggas-Exporteur aufsteigen.

LondonDie USA sind nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) auf dem Weg, in den kommenden fünf Jahren zum weltweit zweitgrößten Flüssiggas-Exporteur aufzusteigen. Bis Ende 2022 dürften sie eine Ausfuhrkapazität von jährlich 106,7 Milliarden Kubikmeter erreicht haben, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten IEA-Jahresbericht zum Gasmarkt. Australien würde mit 117,8 Milliarden Kubikmeter an der Spitze bleiben. Auf Platz drei folgt Katar. Insgesamt werde die weltweite Kapazität 650 Milliarden Kubikmeter betragen. Die erwartete Nachfrage werde 190 Milliarden Kubikmeter darunter liegen, weshalb der Druck auf die Gaspreise zunähme.

Was die Gasproduktion angeht, so sind die USA bereits die Nummer eins auf der Welt. Nach Angaben der IEA dürften sie in den kommenden fünf Jahren die Förderung mehr als jedes andere Land steigern.

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Einige Staaten sehen dies kritisch. US-Präsident Donald Trump räumte in einem Reuters-Interview am Mittwoch ein, dass die verstärkte Energieproduktion in den USA den Interessen Russlands entgegenstehe. Vergangene Woche stellte Trump bei einem Warschau-Besuch einen Ausbau der US-Flüssiggaslieferungen nach Polen in Aussicht. Im Juni hatte der staatliche polnische Erdgas-Konzern PGNiG seine erste Flüssiggas-Schiffslieferung aus den USA erhalten. Polen will seine Abhängigkeit von russischem Erdgas verringern und hat erklärt, seine langfristigen Verträge mit dem russischen Konzern Gazprom nicht über 2022 hinaus verlängern zu wollen.

Von

rtr

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