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25.09.2014

16:02 Uhr

Import- Exportgeschäfte

Chinas Devisenaufsicht deckt Milliarden-Betrug auf

Ein Jahr lang hatte Chinas Devisenaufsicht ermittelt, jetzt stellte sie erstmals Details vor: Bei groß angelegten Betrugsgeschäften von diversen Firmen ist ein Schaden von mindestens zehn Milliarden Dollar entstanden.

Der Hafen von Qingdao, einer der Hauptschauplätze des Milliardenbetrugs. Reuters

Der Hafen von Qingdao, einer der Hauptschauplätze des Milliardenbetrugs.

PekingChina hat landesweit betrügerische Handelstransaktionen im Volumen von knapp zehn Milliarden Dollar aufgedeckt, darunter zahlreiche Unregelmäßigkeiten im Hafen von Qingdao. Die chinesische Devisenaufsicht äußerte sich am Donnerstag über die Ergebnisse von Ermittlungen, die seit April letzten Jahres im Gange sind.

Firmen hätte Export- und Importdokumente „gefälscht, verfälscht und illegal wiederverwendet“, sagte Wu Ruilin, Vizechef der Prüfungsabteilung der Staatlichen Devisenverwaltung bei einer Konferenz in Peking. Die Transaktionen hätten „den Druck durch den Zufluss spekulativer Gelder verstärkt und Kriminellen einen illegalen Weg zum Mitteltransfer verschafft“, erklärte Wu, und fügte hinzu, dass die Beteiligten streng bestraft würden.

„Manche Firmen haben den Handelskanal benutzt, um spekulative Gelder nach China zu bringen“, sagte Zhou Hao, Volkswirt bei der Australia & New Zealand Banking Group in Schanghai. Die Ermittlungen „werden die Zuflüsse von spekulativem Geld wahrscheinlich weiter verringern, und die Rohstoffimporte könnten sich verringern, weil die Banken die Dokumentationen wohl sorgfältiger prüfen werden.“

Nach der Meldung gaben die Notierungen von Industriemetallen nach, auch der Yuan schwächelte. Kupfer verlor bis zu 0,5 Prozent, alle wichtigen Metalle an der Londoner Metallbörse tendierten leichter.

Chinesische Banken sind mit rund 20 Milliarden Yuan (2,6 Milliarden Euro) in Unternehmen engagiert, die in Ermittlungen zu einem möglichen Kreditbetrug in Qingdao verwickelt sind, äußerten zwei Regierungsvertreter im Juli gegenüber Bloomberg.

Weltweite Währungsreserven

2004

Gesamt: 2,655 Billionen

US Dollar: 1,739 Billionen (65,45 %)
Britisches Pfund: 0,093 Billionen (3,50 %)
Yen: 0,114 Billionen (4,29 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,15 %)
Euro: 0,655 Billionen (24,67 %)

2005

Gesamt: 2,844 Billionen

US Dollar: 1,891 Billionen (66,49 %)
Britisches Pfund: 0,107 Billionen (3,76 %)
Yen: 0,113 Billionen (3,97 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,14 %)
Euro: 0,679 Billionen (23,87 %)

2006

Gesamt: 3,315 Billionen

US Dollar: 2,158 Billionen (65,10 %)
Britisches Pfund: 0,15 Billionen (4,52 %)
Yen: 0,115 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,18 %)
Euro: 0,827 Billionen (24,95 %)

2007

Gesamt: 4,119 Billionen

US Dollar: 2,631 Billionen (63,87 %)
Britisches Pfund: 0,199 Billionen (4,83 %)
Yen: 0,131 Billionen (3,18 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,076 Billionen (26,12 %)

2008

Gesamt: 4,21 Billionen

US Dollar: 2,685 Billionen (63,78 %)
Britisches Pfund: 0,178 Billionen (4,23 %)
Yen: 0,146 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,14 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,104 Billionen (26,22 %)

2009

Gesamt: 4,59 Billionen

US Dollar: 2,848 Billionen (62,05 %)
Britisches Pfund: 0,195 Billionen (4,25 %)
Yen: 0,133 Billionen (2,90 %)
Schweizer Franken: 0,005 Billionen (0,11 %)
Euro: 1,27 Billionen (27,67 %)

2010

Gesamt: 5,163 Billionen

US Dollar: 3,193 Billionen (61,84 %)
Britisches Pfund: 0,203 Billionen (3,93 %)
Yen: 0,189 Billionen (3,66 %)
Schweizer Franken: 0,007 Billionen (0,14 %)
Euro: 1,343 Billionen (26,01 %)

2011

Gesamt: 5,652 Billionen

US Dollar: 3,525 Billionen (62,37 %)
Britisches Pfund: 0,217 Billionen (3,84 %)
Yen: 0,204 Billionen (3,61 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,07 %)
Euro: 1,394 Billionen (24,66 %)

2012

Gesamt: 6,085 Billionen

US Dollar: 3,715 Billionen (61,05 %)
Britisches Pfund: 0,245 Billionen (4,03 %)
Yen: 0,248 Billionen (4,08 %)
Schweizer Franken: 0,018 Billionen (0,30 %)
Euro: 1,477 Billionen (24,27 %)

2013 (Q3)

Gesamt: 6,191 Billionen

US Dollar: 3,803 Billionen (61,43 %)
Britisches Pfund: 0,242 Billionen (3,91 %)
Yen: 0,239 Billionen (3,86 %)
Schweizer Franken: 0,017 Billionen (0,27 %)
Euro: 1,496 Billionen (24,16 %)

Die entdeckten Betrügereien seien Teil von Ermittlungen in 24 Städten und Provinzen, sagte Wu. Die Nachricht sorgte für Spekulationen, dass das Angebot an Metallen zunehmen könnte, wenn Bestände, die in Finanzierungstransaktionen gebunden sind, wieder auf den Markt kommen.

„Die Qingdao-Geschicht ist noch nicht vorbei“, sagte Chae Un Soo, Metallhändler bei Korea Exchange Bank Futures Co. Die Nachricht werde „definitiv“ die Nachfrage nach Metallen, die in Finanzierungstransaktionen gebunden sind, beeinflussen.

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