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12.05.2014

19:14 Uhr

Impulsloser Montag

Der Euro verhält sich ruhig

Weitgehend verschont von Erschütterungen durch die Ukraine-Krise oder Ankündigungen der EZB die Geldpolitik womöglich weiter zu lockern, ist der Euro in ruhigem Fahrwasser geblieben. Nennenswerte Impulse gab es nicht.

Eine schwarz-rot-gold beleuchtete deutsche Euromünze spiegelt sich in einer Wasserfläche: Auch der Euro schaffte es heute zurück ins ruhige Fahrwasser. dpa

Eine schwarz-rot-gold beleuchtete deutsche Euromünze spiegelt sich in einer Wasserfläche: Auch der Euro schaffte es heute zurück ins ruhige Fahrwasser.

FrankfurtDer Euro ist am Montag ruhig in die Woche gestartet. Die Neigung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Richtung einer zusätzlichen Lockerung ihrer Geldpolitik und die Krise in der Ukraine hatten keinen starken Einfluss auf den Handel. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3760 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3765 (Freitag: 1,3781) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7265 (0,7256) Euro.

Unter dem Strich startete der Euro ohne deutlichen Impulse in die Woche. Allerdings geriet die Gemeinschaftswährung leicht unter Druck, nachdem ranghohe EZB-Vertreter die Möglichkeit einer weiteren geldpolitischen Lockerung bekräftigten. Notenbankchef Mario Draghi hatte in der vergangenen Woche gesagt, dass bereits Anfang Juni gehandelt werden könnte. Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), forderte unterdessen eine lockere Geldpolitik im Euroraum.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Die Lage in der Ostukraine bleibt derweil angespannt. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) forderte, dass sich die Konfliktparteien an einen Runden Tisch setzen sollten. Die EU verschärfte ihre Sanktionen gegen Russland.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81515 (0,81725) britische Pfund, 140,31 (140,14) japanische Yen und 1,2211 (1,2186) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1298,75 (1291,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 700,00 (29 510,00) Euro.

Von

dpa

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