Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2013

08:25 Uhr

Inlandsprodukt

Chinas Konjunkturdaten lassen Öl-Preis steigen

Chinas Inlandsprodukt fällt um 7,9 Prozent höher aus als im letzten Quartal. Daraufhin steigt auch der Preis für ein Barrel Öl: Im Vergleich zu Donnerstag um 20 Cent.

Öl-Bohrinsel im Golf von Mexiko. dpa

Öl-Bohrinsel im Golf von Mexiko.

Die Ölpreise sind am Freitag nach guten Konjunkturdaten aus China leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am Morgen 111,30 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg um 12 Cent auf 96,06 Dollar.

Die Staaten mit dem größten Öldurst

Rang 10

Taiwan

Der Inselstaat importiert rund 1,0 Millionen Fass Öl am Tag. Ein Fass (Barrel) Öl entspricht rund 159 Litern. Taiwan rangiert auf dem zehnten Platz der Ölverbraucher.

Quelle: Internationale Energieagentur (EIA), Stand: August 2012

Rang 9

Italien

Die Bewohner des Stiefelstaats importieren rund 1,3 Millionen Fass Öl am Tag.

Rang 8

Spanien

Die gleiche Menge Rohöl führt Spanien ein. Dort sind es 1,3 Millionen Barrel am Tag.

Rang 7

Frankreich

Etwas mehr importieren die Nachbarn nördlich der Pyrenäen: Dort sind es 1,7 Millionen Fass Öl täglich.

Rang 6

Südkorea

Noch etwas mehr Öl schnappt sich Südkorea. Das Land importiert 2,3 Millionen Fass Öl.

Rang 5

Deutschland

Der Öldurst Deutschlands ist ähnlich groß wie von Südkorea: 2,3 Millionen Fass Öl importieren die Deutschen täglich.

Rang 4

Indien

Die gleiche Menge des Energieträgers wie Deutschland führt Indien ein. Das aufstrebende Land kommt auf 2,3 Millionen Fass Öl.

Rang 3

Japan

Deutlich mehr Volumen des Energieträgers führen die Japaner ein. Dort sind es 4,3 Millionen Fass täglich. Der Inselstaat ist damit der drittgrößte Ölimporteur der Welt.

Rang 2

China

Noch mehr des Rohstoffs holt die Volksrepublik ins Land. 5,5 Millionen Fass importieren die Chinesen täglich.

Rang 1

USA

Mit Abstand das meiste Erdöl importieren die USA: Mit 8,7 Millionen Fass täglich liegen die Amerikaner an der Spitze.

Ein überraschend starkes Wirtschaftswachstum in China habe die Ölpreise gestützt, hieß es von Händlern. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt kam die Wirtschaft Ende 2012 stärker in Schwung als erwartet. Die Regierung in Peking meldete für das vierte Quartal eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 7,9 Prozent. Außerdem wuchs die Industrieproduktion im Dezember stärker als im Vormonat. Die Daten in China lassen auf eine stärkere Nachfrage nach Rohöl schließen, hieß es weiter.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.01.2013, 12:28 Uhr

Vor einiger Zeit galten 8% angebliches (nominales) Wachstum als Mindestwert für die (einigermaßen) intakte "China-Story" und jetzt treibt ein "sensationeller" Wert von 7.9% den Ölpreis in die Höhe (jedoch nicht die Schiff-Transport-Indizes).
Würde mich wirklich interessieren, ob Ihr Redakteure diese absurde Story selber glaubt.
Habt Ihr eigentlich schon mal von Geldpolitik gehört?

Account gelöscht!

18.01.2013, 12:58 Uhr

Dies ist der zweite Artikel heute im HB, der China mal wieder zur Konjunkturlokomotive propagieren will. Hier ein Artikel, wie die Daten wohl wirklich zu werten sind:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/18/china-neue-zahlen-zeigen-schwaechstes-wachstum-seit-zehn-jahren/

Die Transportindizes und der seit über 3 Jahren erfolgende langsame Abstieg des Shanghaier Börsenindex sprechen ebenfalls eine klare Sprache was das Wirtschaftswachstum in China angeht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×