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30.11.2015

18:31 Uhr

Internationaler Währungsfonds

Yuan ist fünfte Welt-Reservewährung

Der chinesische Yuan ist im Kreis der weltweit wichtigsten Währungen aufgenommen. Der Internationale Währungsfonds erklärte ihn am Montag zur fünften Welt-Reservewährung. Wird der Dollar seine Dominanz jetzt verlieren?

Die chinesische Währung gehört ab sofort zu den wichtigsten der Welt. dpa

Der chinesische Yuan

Die chinesische Währung gehört ab sofort zu den wichtigsten der Welt.

WashingtonChinas Währung Yuan wird neben dem US-Dollar, britischem Pfund, japanischem Yen und dem Euro zur fünften Welt-Reservewährung. Das beschloss der Internationale Währungsfonds IWF am Montag in Washington. Die Entscheidung wird zum Oktober 2016 wirksam. IWF-Chefin Christine Lagarde sprach von einem „Meilenstein der Integration der chinesischen Wirtschaft in das globale Finanzsystem“.

China, hinter den USA, mittlerweile zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, bemüht sich seit Jahren um die Aufnahme in den Kreis der weltweit wichtigen Währungen. Hindernis war bislang stets, dass der Yuan nicht - wie die anderen Währungen - frei an den Weltmärkten gehandelt werden konnte.

Inzwischen hat Peking aber viele wichtige Schritte auf dem Weg dahin unternommen. Lagarde attestierte den chinesischen Behörden Fortschritte bei der Reform des Geld- und Finanzsystems. Sie äußerte die Zuversicht, dass diese Anstrengungen dazu beitragen werden, das internationale Finanzsystem widerstandsfähiger zu machen.

Faktisch bedeutet die Entscheidung, dass der Yuan (auch Renminbi genannt) in den IWF-Währungskorb aufgenommen wird. Dieser bildet - entsprechend einer bestimmten Gewichtung - eine Art Kunstwährung, die sogenannten Sonderziehungsrechte (SZR). Damit wird die Bedeutung des Yuan als internationales Zahlungsmittel weiter steigen.

Die SZR werden an keiner Börse gehandelt, sind aber die Basis beispielsweise für internationale Finanzhilfen. Experten erwarten, dass dieser Schritt langfristig eine Zeitenwende und damit das Ende der Dominanz des US-Dollar einläutet.

Von

dpa

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