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16.01.2015

14:58 Uhr

Investoren verunsichert

Anleger greifen wieder bei Gold zu

Die Schweizer Nationalbank sorgte für einen Paukenschlag am Markt. Investoren misstrauen immer mehr der Politik der Notenbanken und greifen bei Gold zu. Vor allem „Papiergold“ findet regen Zulauf.

Auf Wochensicht ist der Goldpreis um fast vier Prozent gestiegen. dpa

Auf Wochensicht ist der Goldpreis um fast vier Prozent gestiegen.

FrankfurtAngesichts des wachsenden Misstrauens vieler Anleger in die Politik der Notenbanken findet Gold wieder mehr Anhänger. Die Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich am Freitag um 0,6 Prozent auf 1269,10 Dollar und war damit auf dem Weg zu einem Wochengewinn von fast vier Prozent. In Euro gerechnet stieg die Feinunze sogar um 0,9 Prozent auf 1094,12 Euro.

„Die spannende Frage ist, hat der Markt auch schon den Beginn des Anleihekaufprogramms der EZB eingepreist“, sagte ein Händler. An den Märkten wird damit gerechnet, dass die EZB am Donnerstag nächster Woche im Kampf gegen eine drohende Deflation die Notenbankpresse anwerfen wird. Bislang hätten vor allem risikoscheue Anleger das Edelmetall gekauft.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Goldnachfrage

Die gesamte Goldnachfrage im ersten Quartal 2015 betrug 1079,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage nur um knapp 11 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 1089,9) gefallen.

Quelle: World Gold Council

Schmucknachfrage

Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im ersten Quartal 2015 insgesamt 600,8 Tonnen und ist damit um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 620,2) gefallen.

Industrienachfrage

Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im ersten Quartal 2015 auf 80,4 Tonnen und fiel, verglichen mit den 81,9 Tonnen im ersten Quartal 2014, um zwei Prozent.

Goldbarren- und Münznachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im ersten Quartal 2015 gesunken – auf 253,1 Tonnen. Ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zu 2014 (Q1: 281,5).

EFTs und ähnliche Produkte

Die Nachfrage bei den Gold-EFTs betrug im ersten Quartal 2015 25,7 Tonnen. Im ersten Quartal des Vorjahres wurden noch Abflüsse in Höhe von 13,5 Tonnen verzeichnet.

Notenbanken

Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im ersten Quartal 2015 119,4 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Wert damit nahezu gleich (Q1'14: 119,8).

Investment gesamt

Die Goldnachfrage im Investment belief sich im ersten Quartal 2015 auf 278,8 Tonnen. Das ist eine Steigerung von vier Prozent, im Vorjahresquartal waren es 268 Tonnen.

Am Vortag war der Goldpreis kräftig angezogen, da viele Anleger angesichts der völlig überraschenden Abkehr der Schweizer Notenbank (SNB) von einem Euro-Mindestkurs zum Franken die Sicherheit einer Goldanlage vorzogen. Selbst Papiergold - also die ETFs - erfreuten sich wieder größerer Beliebtheit. Der weltgrößte ETF-Goldfonds, SPDR Gold Trust, verzeichnete am Donnerstag einen Zufluss von 1,4 Prozent auf 717,15 Tonnen.

Von

rtr

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