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02.03.2012

11:33 Uhr

Kein Sabotageakt

Saudis beruhigen den Ölmarkt

Die vermeintliche Pipeline-Explosion in Saudi-Arabien war wohl doch nur ein Gerücht - gestreut aus dem Iran. Das Dementi der Saudis beruhigt die Märkte und lässt den Ölpreis sinken.

Saudi Arabien dementiert die Explosion einer Pipeline - die Ölpreise sinken. dpa

Saudi Arabien dementiert die Explosion einer Pipeline - die Ölpreise sinken.

Singapur, DüsseldorfErleichterung und etwas Entspannung am Ölmarkt: Die Preise sind am Freitag gesunken. Gerüchte aus dem Iran über eine vermeintliche Pipeline-Explosion in Saudi-Arabien hatten die Preise am Donnerstag in die Höhe getrieben. Ein entsprechendes Dementi der saudischen Öl-Behörden beruhigte die Märkte jedoch wieder. Am Freitagmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der amerikanischen Sorte WTI noch 108,31 Dollar. Der Preis der Nordsee-Sorte Brent sank auf 125,35 Dollar.

Nach dem iranischen Medienbericht war der Brentpreis zeitweise auf mehr als 128 Dollar und den höchsten Stand seit Juli 2008 geklettert. Der Preis für die Sorte WTI war in der Spitze auf 110,55 Dollar geklettert. Im TV-Bericht war die vermeintliche Pipeline-Explosion als Sabotageakt an einer der größten Raffinerien der Region dargestellt worden. Es habe keine Sabotage in saudi-arabischen Ölanlagen gegeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge.

Sollte der Atomstreit mit dem Iran nicht weiter eskalieren, sei mit den wärmer werdenden Temperaturen in den kommenden Wochen auch ein weiterer Rückgang der Ölpreise denkbar, sagte Gordon Kwan von Mirae Asset Management. Der Brentpreis könnte demnach bis auf 120 Dollar je Fass zurückgehen.

Kommentare (4)

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Oelblase

02.03.2012, 09:26 Uhr

Es kann doch nicht wahr sein, dass am späten Handel in den USA - einem Land das die Brent Sorte kaum nachfragt - der Ölpreis um 5% hochgezockt wird und wir das dann am nächsten Tag in Europa zahlen müssen.

Der im Amiland angeblich so gehasste Ahmadinedschad ist in Wahrheit ein Liebling der Tora-treuen Zockervereinigung. Und das ist im Amiland nun mal das wichtigste. Der Kampf um die Menschenrechte ist für den Ami mit Guantanomo ja so gut wie gewonnen. Jetzt geht es um die so wichtigen demokratischen Reformen im Nahen Osten. Sobald paar Pipelines explodiert sind, ist den demokratischen Reformen genüge getan.

NGH

02.03.2012, 10:19 Uhr

Noch eine Katastrophenmeldung :

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Laut Shell soll ein Monteur in eine Pipeline gekotzt haben .

Die Ölpreise müßten laut Shell Sprecher umgehend erhöht
werden !

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Account gelöscht!

02.03.2012, 10:21 Uhr

Zeigt doch nur, wie nervös dieser Markt ist. Und mit Nervosität lässt sich bekanntlich gutes Geld verdienen !

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