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29.09.2014

18:37 Uhr

Keine Dollar-Umwege mehr

China erlaubt Umtausch von Yuan und Euro

China erlaubt den direkten Umtausch zwischen seiner eigenen Währung, dem Yuan, und dem Euro. Das soll die „Finanzbeziehungen“ beider Länder verbessern, heißt es. Der Umtausch anderer Währungen ist schon länger erlaubt.

Der direkte Austausch zwischen dem Euro und dem chinesischen Yuan soll ab Dienstag möglich sein. dpa

Der direkte Austausch zwischen dem Euro und dem chinesischen Yuan soll ab Dienstag möglich sein.

PekingChina erlaubt ab Dienstag den direkten Umtausch zwischen seiner Währung, dem Yuan, und der europäischen Gemeinschaftswährung Euro.

Dies solle die Transaktionskosten senken, den bilateralen Handel stärken, Investitionen in chinesischer Währung fördern sowie die „Finanzbeziehungen“ zwischen China und der EU verbessern, teilte die chinesische Zentralbank am Montag in Peking mit. Bislang mussten Unternehmen ihre Geschäfte meist in Dollar abwickeln.

Wie es zum Massaker am Tiananmen-Platz kam

15. April 1989

Der beliebte Reformer Hu Yaobang stirbt. Aus Trauerkundgebungen werden erste politische Proteste. In den folgenden Wochen nimmt die Zahl der Teilnehmer rasch zu.

22. April 1989

Zehntausende Studenten ziehen mit Transparenten auf den Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens (Tiananmen-Platz) in der Nähe des Regierungssitzes.

Mai 1989

Auch in anderen Städten demonstrieren Studenten. Die Teilnehmerzahlen gehen in die Hunderttausende. Staatsmedien verdammen die jungen Leute als Aufrührer. Diese wiederum verleihen ihren Forderungen durch einen Hungerstreik Nachdruck. Sie bauen Zelte auf und bleiben rund um die Uhr dort, um eine Räumung zu verhindern.

19. Mai

KP-Chef Zhao Ziyang versucht mit den Studenten eine Einigung auszuhandeln und scheitert. Zhao selbst wäre zu Reformen bereit; Betonköpfe in der Partei verhindern jedoch einen Kompromiss.

20. Mai

Truppen der Volksbefreiungsarmee erscheinen auf der Straße. Bürger schützen die Studenten, indem sie den Vormarsch blockieren. Die Pekinger Soldaten weigern sich, auf ihre Mitbürger zu schießen.

2. Juni

Nachdem der Militäreinsatz ausgeblieben ist, herrscht auf dem Tiananmen-Platz Partystimmung. Die Führung nutzt die Zeit jedoch, um ahnungslose Einheiten aus entfernten Provinzen in die Hauptstadt zu verlegen. Plötzlich steigt die Nervosität wieder steil an.

3. Juni spätabends bis 4. Juni frühmorgens

Die frischen Truppen führen ihren Befehl aus. Sie schießen sich ihren Weg zum Tiananmen-Platz frei. Mehrere hundert, einigen Quellen zufolge bis zu 2600 Menschen sterben, die meisten von ihnen solidarische Bürger, aber auch viele Unbeteiligte.

1992

Deng Xiaoping reißt das Land durch seine „Südreise“ aus der Lethargie, in die es nach dem Blutbad geraten ist. Er kündigt einen neuen Schub von Wirtschaftsreformen an. Eine neue Generation wächst seitdem im Wohlstand, aber weitgehend unpolitisch auf.

Die US-Währung kann schon lange direkt gegen Yuan umgetauscht werden. Seit einigen Jahren ist dies auch mit japanischen Yen, australischen und neuseeländischen Dollar und malaysischen Ringgit möglich.

Im Juni kam das britische Pfund dazu. China fördert die Verwendung der eigenen Währung weltweit, um seinen Status als zweitgrößte Volkswirtschaft zu festigen.

Die EU ist der wichtigste Handelspartner Chinas, im Jahr 2013 betrug der Wert der gegenseitigen Geschäfte 559 Milliarden Dollar (gut 440 Milliarden Euro). Für die EU ist die Volksrepublik die Nummer zwei auf der Liste der wichtigsten Handelspartner.

Von

afp

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