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16.07.2013

18:13 Uhr

Konjunkturdaten im Blick

Euro kommt kaum vom Fleck

Die europäische Gemeinschaftswährung hat die Marke von 1,31 US-Dollar zurückerobert. Mehr Aufregung rufen aber die Konjunkturdaten aus den USA hervor. Die Analysten sind gespannt.

Der Euro bewegt sich momentan nicht viel. dpa

Der Euro bewegt sich momentan nicht viel.

Frankfurt/MainDer Euro hat am Dienstag trotz einer überraschenden Stimmungseintrübung unter deutschen Börsenprofis die Marke von 1,31 US-Dollar zurückerobert. Am Nachmittag kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3137 Dollar. Damit stand der Euro mehr als einen halben Cent höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3118 (Montag: 1,3012) Dollar fest.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen, die sich im Juli erstmals seit April und entgegen der Markterwartungen eingetrübt haben, hatten den Euro kurzzeitig auf ein Tagestief von 1,3052 Dollar fallen lassen. Analysten wollten die Zahlen jedoch nicht überbewerten. „Das positive Konjunkturbild bleibt erhalten“, kommentierte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Der Experte verwies auf das weiterhin hohe Niveau der Erwartungskomponente des Indikators.

Ohnehin gelten derzeit eher Signale aus den USA als kursbewegend. Am Mittwoch wird US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Kongress angehört werden. Die unerwartet lockeren Tönen aus der Vorwoche könnten nun wieder ein Stück weit eingefangen werden. „Bernanke wird vermutlich bekräftigen, dass die Fed ihre milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft gerne im Laufe des Jahre drosseln würde“, heißt es in einem Ausblick von Deutsche-Bank-Stratege Jim Reid.

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Robuste Daten erwartet Helaba-Analyst Ulrich Wortberg auch aus den USA. „Der gestiegene Index der geleisteten Arbeitsstunden stellt eine positive Indikation für die Industrieproduktion dar, ebenso wie der gestiegene ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes“, schreibt er in einem Kommentar. Die Experten rechnen bei den Zahlen zur Industrieproduktion (15:15 Uhr) mit einem Plus von 0,3 Prozent.

Da Überraschungen ausbleiben dürften, sollten Spekulationen auf eine schnelle Anpassung des Anleihekaufvolumens nicht verstärkt werden, prognostiziert der Experte. Seit Wochen rätseln Investoren darüber, wann die US-Notenbank Fed mit einer Straffung ihrer ultralockeren Geldpolitik beginnen wird. Fed-Chef Ben Bernanke hat dies vom Zustand der US-Konjunktur abhängig gemacht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86930 (0,86470) britische Pfund, 130,35 (130,68) japanische Yen und 1,2371 (1,2394) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1291,50 (1284,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 080,00 (31 080,00) Euro.

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