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16.08.2013

17:36 Uhr

Konjunkturerholung

Starker Euro sorgt Anleger

Der Euro bleibt erst einmal stark. Experten befürchten jedoch, der gestiegene Wechselkurs stelle eine Gefahr für die europäische Konjunktur dar. Die Daten der US-Notenbank fielen uneinheitlich aus.

Ein nachhaltiger Anstieg des Eurokurses wird nicht erwartet. dpa

Ein nachhaltiger Anstieg des Eurokurses wird nicht erwartet.

FrankfurtDer Euro hat am Freitag seine Kursgewinne vom Vortag verteidigt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3361 US-Dollar gehandelt. Im Vormittagshandel hatte er noch 1,3326 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3340 (Donnerstag: 1,3297) Dollar festgesetzt. Der Dollar war damit 0,7496 (0,7521) Euro wert gewesen.

„Nach zuletzt gut ausgefallenen Wirtschaftsdaten ist das Vertrauen in die Finanzmärkte der Eurozone gestiegen“, sagte Eugen Keller, Devisenexperte beim Bankhaus Metzler. Die Anleihemärkte der Krisenländer der Eurozone hätten sich zuletzt positiv entwickelt. Dies habe viele Anleger überrascht. So gingen auch am Freitag die Risikoaufschläge für spanische und italienische Anleihen merklich zurück. „Auch an die Aktienmärkte der Eurozone fließt angesichts der vergleichsweise günstigen Kurse vermehrt Kapital.“ Viele Investoren hätten daher vor dem Wochenende auch am Devisenmarkt reagieren müssen und Euro gekauft, sagte Keller.

Einen nachhaltigen Anstieg des Eurokurses erwartet Keller jedoch nicht. „Der gestiegene Wechselkurs stellt eine Gefahr für die zögerliche Konjunkturerholung in der Eurozone dar und daran kann die EZB kein Interesse haben“, sagte Keller. Schließlich habe der Euro seit Jahresbeginn unter den großen Währungen am meisten aufgewertet. Zudem warnt Keller vor zu viel Optimismus mit Blick auf die Eurozone. Die Schuldenprobleme seien keineswegs gelöst.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen uneinheitlich aus und gaben dem Devisenmarkt keine neue Richtung. Die zeitweise deutlichen Kursausschläge erklärten Händler auch mit dem dünnen Handel in der Ferienzeit.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85325 (0,85330) britische Pfund, 130,03 (130,48) japanische Yen und 1,2354 (1,2427) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1369,25 (1329,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 260,00 (31 870,00) Euro.

Von

dpa

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