Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.02.2014

09:24 Uhr

Korrekturbewegung

Öl und Gold verlieren an Wert

Nach dem Anstieg der Ölpreise im Zuge der US-Kältewelle verliert der kostbare Rohstoff zunächst etwas an Wert. Auch die Goldpreise lassen nach. Die Rohstoffexperten am Markt sehen keinen Grund zur Beunruhigung.

Eine RWE-Bohrinsel im Gebiet Schwedeneck-See – das geförderte Öl ist aktuell etwas weniger wert. dpa

Eine RWE-Bohrinsel im Gebiet Schwedeneck-See – das geförderte Öl ist aktuell etwas weniger wert.

SingapurDie Ölpreise sind am Dienstag leicht zurückgefallen. Händler sprachen von einer typischen Gegenbewegung. Rohöl der US-Worte WTI fiel am Dienstag zum dritten Mal in den vergangenen vier Handelstagen zurück. Prognosen zufolge haben sich die Öl-Lagerbestände in der vergangenen Woche ausgeweitet. WTI-Öl zur Lieferung im April büßte 0,6 Prozent auf 102,19 Dollar ein, während sich die europäische Sorte Brent um 0,3 Prozent auf 110,26 Dollar verbilligte.

Insbesondere die Kältewelle in den USA hatte die Ölpreise seit Mitte Januar getrieben. Möglicherweise sei es nun an der Zeit für eine Korrekturbewegung. Dafür spricht auch, dass die Zahl der Anleger, die auf steigende Ölpreise setzen, zuletzt auf ein Rekordniveau gestiegen war. „Damit hat sich allerdings auch Korrekturpotenzial aufgebaut“, schreiben die Rohstoffexperten der Commerzbank.

Der Preis für Gold am Tagesmarkt ist am frühen Dienstag von seinem 16-Wochen-Hoch zurückgefallen. Einige Investoren vertraten die Ansicht, dass die Rally der vergangenen Wochen übertrieben gewesen sei. Schließlich wird erwartet, dass die Federal Reserve an ihrem Plan festhalten wird, ihre quantitativen Maßnahmen schrittweise zurückzufahren.

Das Edelmetall notierte bei 1333,90 Dollar je Unze 0,2 Prozent niedriger. Am Montag war er bis auf 1339,09 geklettert, den höchsten Stand seit dem 31. Oktober. Der Relative-Stärke- Index über 14 Tage stieg auf 70,4, was bei technischen Analysten ein Anzeichen dafür ist, dass sich der Trend umkehren könnte.

„Auch wenn die jüngsten Wirtschaftsdaten auf ein langsameres Wachstum in den USA hindeuten, ist das nicht genug, um den Prozess der Stimulus-Reduktion, der bereits läuft, zu ändern”, sagt Zhu Siquan, ein Analyst bei GF Futures Co. „Einerseits haben sich mehr Investoren angesichts der Tumulte in den Schwellenmärkten nach einem sicheren Hafen umgesehen, andererseits haben wir auch gesehen, dass die physische Nachfrage nachlässt, da die Preise steigen.”

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×