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24.08.2011

17:01 Uhr

Kräftiger Rückschlag

Jetzt wird Gold verkauft

Noch gestern markierte Gold ein neues Rekordhoch über 1.900 Dollar. Doch seither geht es mit hoher Geschwindigkeit abwärts. Für weiteren Abwärtsdruck könnte die Terminbörse in Chicago sorgen.

Der Goldpreis ist weiter dramatisch gefallen. dapd

Der Goldpreis ist weiter dramatisch gefallen.

FrankfurtÜberraschend robuste Daten der US-Industrie haben den Goldpreis am Mittwochnachmittag unter Druck gesetzt. Das Edelmetall verbilligte sich in der Spitze auf 1764 Dollar je Feinunze, nachdem der Preis im frühen Handel noch bis auf 1853 Dollar gestiegen war. Anschließend erholte sich der Preis etwas, blieb aber unter der Marke von 1.800 Dollar. Am Vortag hatte Gold erstmals mehr als 1.900 Dollar gekostet und war auf ein Allzeithohc von 1.911 geklettert, ehe die Gewinnmitnahmen einsetzten. In Euro kostete Gold am Nachmittag nur noch 1.220 Euro je Unze - 110 Euro weniger als vor Beginn der Gegenbewegung.

Händlern zufolge hatten Anleger nach dem Erreichen eines neuen Rekordhochs von 1911 Dollar je Unze Gewinne eingestrichen. Nun richteten die Anleger ihre Augen auf das Treffen der US-Notenbank Federal Reserve in Jackson Hole am Donnerstag und Freitag, sagte Analyst Carl Firman von VM Group. „Es wird noch ein Hin und Her bei den Preisen geben, weil sich jeder fragt, ob die Fed eine neue Runde der lockeren Geldpolitik einläutet oder nicht.“

Sollte die Fed kein „Quantitative Easing 3“(QE3) in Jackson Hole signalisieren, rechnen Analysten mit Turbulenzen an den Aktienmärkten und einer wiedererstarkten Nachfrage nach Gold. Allerdings sei ein vorübergehender Preisrückgang von 200 bis 300 Dollar pro Feinunze denkbar, nachdem das Edelmetall zuletzt so stark nachgefragt worden sei, sagte Ashok Shah, Investmentchef bei London & Capital. Im August ist der Goldpreis bisher um 13,5 Prozent gestiegen, was dem stärksten Anstieg innerhalb eines Monats seit zwölf Jahren entspricht.

Für Unruhe am Goldmarkt sorgte die Befürchtung, dass immer mehr Börsenbetreiber auf höhere Sicherheiten bei Produkten auf das Edelmetall pochen könnten. Die Shanghai Gold Exchange fordert seit dieser Woche bereits höhere Margen. Die Rohstoffbörse in Hongkong hat die geforderte Marge bei einem Kontrakt auf 26 Prozent angehoben. Mit Spannung wird nun darauf geschaut, ob die CME einen ähnlichen Schritt unternehmen wird.

Am Rohölmarkt hielten sich Anleger wegen der weiter unübersichtlichen Lage in Libyen und der Sorge um die Entwicklung der Weltkonjunktur zurück. Der Preis für die Nordseesorte Brent notierte am Nachmittag fast unverändert bei 109,29 Dollar pro Fass. US-Leichtöl wurde mit 85,37 Dollar je Barrel bewertet. In Libyen rief Muammar Gaddafi seine Anhänger dazu auf, Tripolis von den Rebellen „zu säubern“. Wann die libyschen Öllieferungen in großem Umfang wieder aufgenommen werden können, ist weiter unklar. Der Kupferpreis notierte mit 8844 Dollar je Tonne etwas niedriger.

Von

rtr

Kommentare (10)

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Wolf54321

24.08.2011, 17:35 Uhr

Könnte der Ankauf von Gold durch die Notenbanken, zumindest in den letzten beiden Jahren, Teil des QE sein, um den Wirtschaftskreislauf mit Liquidität zu versorgen? Wer weiss? Eine Alternative zu Anliehekäufen allemal. Und so könnte ein QE3 eben zu steigender Goldnachfrage führen, bis endlich ein stärkeres Wirtschaftswachstum zu höherer Inflation führt. Und was könnten die Notenbanken dann dagegen tun, um dem Markt Liquidität zu entziehen?? Fragen über Fragen.

Wer es weiss, darf dann heute Abend auch ein Fläschchen Bier zur Belohnung aufmachen.

Account gelöscht!

24.08.2011, 18:25 Uhr

Das Gold war in diesem Jahr über 50% gestiegen und sehr weit über der 200 Tage Linie, also stark überkauft, das jetzt eine Korrektur kommt ist normal, vielleicht sogar bis in den Bereich von 1650 - 1700 US$. Hinzu kommt, daß am kommenden Wochenende ein Verfallstag ist, da ist wohl Volatilität angesagt.
Wenn man mitbekommt, daß mittlerweile Zentralbanken wieder Nettokäufer von Gold sind, kann man davon ausgehen, daß Gold weiter steigen wird.

Was die "tollen" Wirtschaftsdaten aus USA anbegrifft, lesen Sie mal bei www.prudentbear.com den Artikel von Bloomberg genau,Orders for Durable Goods in U.S. Rise 4%,

Ich für meinen Teil kaufe Gold immer nach wenn es 50 US$ fällt.

Account gelöscht!

24.08.2011, 19:40 Uhr

Bessere Kunjunkturdaten der USA? Dass ich nicht lache. Auf ein mal? Scheinbar klammert sich die Börse an jeden noch so kleinen Strohhalm. Nuja, lassen wir sie im vorüber gehenden Glauben an Besserung. :-)

Sollte QE3 kommen, ist der lange Aufstieg des Goldes weiter gesichert! Sollte QE3 nicht kommen, auch. Egal wie man es wenden möchte, ohne einen kompletten Reset des weltweiten Finanz- und Wirtschaftssystems wird es sowieso nicht gehen. Aber lassen wir die "Big Boys" noch ein wenig spielen und manipulieren.

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