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02.12.2014

13:15 Uhr

Krise in Russland

Rubel geht wieder auf Talfahrt

Der russische Rubel notierte am Dienstag wieder in Reichweite seiner Rekordtiefstände vom Vortag. Wegen der westlichen Sanktionen erwartet Russland einen kräftigen Konjunktureinbruch für das Jahr 2015.

Seit Jahresbeginn hat der Rubel allein zum Dollar fast 60 Prozent an Wert eingebüßt. dpa

Seit Jahresbeginn hat der Rubel allein zum Dollar fast 60 Prozent an Wert eingebüßt.

FrankfurtDie Aussicht auf einen kräftigen Konjunktureinbruch in Russland hat den Rubel am Dienstag erneut auf Talfahrt geschickt. Der Dollar verteuerte sich in der Spitze um drei Prozent auf 52,75 Rubel. Der Euro notierte mit 65,61 Rubel zeitweise 2,7 Prozent höher.

Die Landeswährung notierte damit wieder in Reichweite ihrer am Vortag erreichten Rekordtiefststände. Seit Jahresbeginn hat der Rubel allein zum Dollar fast 60 Prozent an Wert eingebüßt.

Putin spricht...

über Krieg und Frieden

„Russland hat keine Absicht, Krieg gegen das ukrainische Volk zu führen.“
am 4.3. in einer Pressekonferenz

„Wenn ich will, kann ich in zwei Wochen Kiew einnehmen.“
am 01.09. in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, das dieser öffentlich machte. Die russische Seite erklärte im Anschluss, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

über Rüstung

„Die Militarisierung des Weltraums und die US-Stützpunkte in Europa und Alaska, direkt an unserer Grenze, nötigen uns zu einer Reaktion.“
am 10.09. in einer Pressekonferenz

über die Zukunft der Ostukraine

„Russland behält sich das Recht vor, alle vorhandenen Mittel zu nutzen, sollte es in östlichen Regionen der Ukraine zu Willkür kommen.“
am 4. 3. in einer Pressekonferenz

„Diese Gebiete (im Süden und Osten der Ukraine) waren als Neurussland historisch ein Teil des Russischen Reiches. Erst in den 1920er Jahren wurden die Territorien von den Bolschewiken der Ukraine gegeben. Gott weiß warum.“
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

„Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine.“
am 31. 8. vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

über die Führung der Ukraine

„In der Ukraine gibt es bislang keine legitime Macht, mehrere Staatsorgane werden von radikalen Elementen kontrolliert.“
am 18. 3. in der Rede an die Nation

„Sind sie da jetzt völlig verrückt geworden? Panzer, Schützenpanzerwagen und Kanonen! (...) Sind sie total bekloppt? Mehrfachraketenwerfer, Kampfjets im Tiefflug! (...) Sind sie dort jetzt völlig bescheuert geworden, oder was?
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

über den Westen

„In der Ukraine überschritten die westlichen Partner die rote Linie, verhielten sich grob, verantwortungslos und unprofessionell.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Die Vereinigten Staaten dürfen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan und Libyen agieren, aber Russland soll es verwehrt sein, seine Interessen zu verteidigen.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

über Russen im Ausland

„Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Russen zu einem der größten geteilten Völker der Welt. Millionen von Menschen gingen in einem Land ins Bett und erwachten in einem ganz anderen und wurden zur nationalen Minderheit.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Ich glaube daran, dass die Europäer, vor allem aber die Deutschen, mich verstehen werden (...). Unser Land hatte das starke Bestreben der Deutschen nach Wiedervereinigung unterstützt. Ich bin sicher, dass sie das nicht vergessen haben und rechne damit, dass Bürger Deutschlands das Bestreben der russischen Welt, ihre Einheit wiederherzustellen, (...) ebenfalls unterstützen werden.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

Die russische Regierung erwartet im kommenden Jahr wegen der westlichen Sanktionen, fallender Ölpreise und einem Kapitalabfluss einen kräftigen Konjunktureinbruch. Das Bruttoinlandsprodukt soll voraussichtlich um 0,8 Prozent schrumpfen, bislang war die Regierung von einem Wachstum von 1,2 Prozent ausgegangen.

Der schwächere Ausblick war eigentlich erwartet worden, aber einige Anleger seien offensichtlich dennoch auf dem falschen Fuß erwischt worden, sagte ein Händler.

Auch der Börse sorgten der pessimistischere Ausblick ebenfalls für Verkaufsdruck: Der Aktienindex RTS verlor 1,1 Prozent.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Vittorio Queri

02.12.2014, 15:27 Uhr

>> Rubel geht wieder auf Talfahrt >>

Ganz normale MARKTANPASSUNG !

Bei 90 Rbl. für $ wird es erst kritisch.

Bis dahin wird es aber noch lange dauern und die Amis eine staatliche Summe Geld kosten ! Auch die EU wird dafür blechen .

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