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07.12.2017

16:58 Uhr

Kryptowährung

Bitcoin nicht zu stoppen – Wert zeitweise über 16.500 Dollar

Nur zwölf Stunden nachdem der Bitcoin die 14.000-Dollar-Marke überschritten hat, lag der Wert zwischenzeitlich bei 16.500 Dollar. Damit ist er innerhalb von 36 Stunden um 4.000 Dollar gestiegen.

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FrankfurtDer Bitcoin hat am Donnerstagvormittag laut der Internetplattform Coinmarket Cap die 15.000-Dollar-Marke durchbrochen und stieg zwischenzeitlich über 16.500. Damit ist er innerhalb von anderthalb Tagen um über 4.000 Dollar gestiegen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf etwa 1.400 Prozent.

„Die Vorfreude auf die Eröffnung des Bitcoin-Terminhandels in den USA ist und bleibt ungebremst“, sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. Bei Terminkontrakten wird ein „Basiswert“ – das können Schweinehälften, Sojabohnen, Dollar oder eben Bitcoin sein – zu einem festen Preis schon heute verkauft. Grundidee ist, sich gegen künftige Preisschwankungen abzusichern. „Bitcoin ist in aller Munde und scheint ein Selbstläufer geworden zu sein“, sagt Emden. Am Montag startet der erste Bitcoin-Future an der US-Derivatebörse CBOE. Damit stößt die Digitalwährung in das traditionelle Finanzgeschäft vor. In der Branche ist das umstritten. Der Interessenverband „Futures Industry Association“ kritisiert, die Regulierer hätten zu schnell und ohne intensive Diskussionen ihre Zustimmung erteilt.

Vergangenen Freitag hatte die US-Behörde CFTC grünes Licht für Bitcoin-Futures gegeben. Die US-Börse CBOE will Ende der Woche den ersten Bitcoin-Future in den Handel bringen, eine Woche später will die Chicago Mercantile Exchange (CME) folgen. Auch bei der japanischen Tokyo Financial Exchange wird über die Einführung eines Bitcoin-Futures nachgedacht.

Für Neil Wilson von ETX Capital stellt die Einführung von Terminkontrakten den Versuch dar, den Bitcoin anderen Anlageformen anzugleichen. Das dürfte nicht im Sinne aller Bitcoin-Fans sein, denn viele von ihnen sehen in der Digitalwährung vor allem eine Alternative zu den klassischen Währungen.

Zu Jahresbeginn stand der Wert des Bitcoin noch bei 1000 Dollar. Seither ist er auf einer rasanten Rekordjagd, die sich in den vergangenen Monaten zunehmend beschleunigt hat und mit teils hohen Kursschwankungen einhergeht. Unter anderem Notenbanker warnen vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung.

Auch zieht der Bitcoin-Hype offenbar immer mehr Kriminelle an: Jüngstes Hacker-Opfer ist die Online-Börse NiceHash. Der slowenischen Handelsplattform für Cyber-Währungen wurden nach eigenen Angaben etwa 4.700 Bitcoins gestohlen. Zum aktuellen Kurs beläuft sich der Wert der Beute auf 68 Millionen Dollar. NiceHash sprach von einem „hochprofessionellen Angriff“.

Das Unternehmen rief alle Nutzer dazu auf, ihre Passwörter zu ändern. Gleichzeitig liefen die internen Untersuchungen, um die Lücke in den Sicherheitssystem zu finden und zu schließen. Aus diesem Grund werde der Handel für 24 Stunden eingestellt.

Hier geht es zur Seite mit dem Bitcoin-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

Kommentare (10)

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Herr Stefan Urban

07.12.2017, 10:04 Uhr

Die Bitcoin Blase ist gar keine Blase!
Alle reden vom Bitcoin und die große Rekordjagd. Was aber im Allgemeinen unbekannt bleibt und in den Medien kaum ausgesprochen wird, ist die Tatsache, dass sich ein wahrer Hype um Kryptowährungen gebildet hat. Es gibt mittlerweile eine ganze Szene, die unglaublich viele Dienstleistungen rund um den Bitcoin und anderen Kryptowährungen anbietet. Investoren pumpen Milliarden in diesen Markt und investieren in jede Idee. Ganz zu schweigen von ICO's und vielen API's, mit denen man unter anderem Smart Contacts abbilden kann.
Warum also keine Blase? Viele vergleichen Bitcoins mit Gold, aber das sehe ich ganz anders. Bitcoins sind auf 21 Mio. begrenzt, bieten keine Zinsen und verbrauchen zum Erzeugen von Bitcoins und Transaktionen Strom. Also ähnlich wie Gold. Aber Bitcoins sind rein digital und dienen aber auch in einigen Ländern als Zahlungsmittel. Wenn ich also Bitcoins kaufe und damit andere Güter bezahlen kann, warum sollte ich überhaupt wieder in eine andere Währungen tauschen. Es sei denn ich bin Spekulant.
1 Bitcoin kostet laut coinmarketcap ca. 15.080 Dollar! Was wir gerade erleben ist der größte Vertrauensverlust in Papierwährungen aller Zeiten, die wohl durch eine Volkswirtschaft gestützt, aber extrem verschuldet ist. Eine Hyperinflation auf Dollarseite!

Herr Herbert von Spreti

07.12.2017, 10:42 Uhr

Volle Zustimmung Herr Urban.
Wir sind Zeitzeuge einer Revolution, und viele haben es noch gar nicht gecheckt. Die Münzhoheit, ein Eckpfeiler staatlicher Souveränitat, bricht ein, ohne dass Regierung und Zentralbank etwas substanzielles dagegen unternehmen können. Gleichzeitig ist es ein vernichtendes Urteil über die Wertstabilität der offiziellen Währungen. Man darf gespannt sein, wie lange es noch dauert, bis die volle Tragweite dieses Geschehens erkannt wird. Hier braut sich vor unseren Augen etwas Gewaltiges zusammen.

x y

07.12.2017, 12:17 Uhr

Das ist eine Revolution, weil vermutlich hinter dem Bitcoin die Zentralbanken und andere Großbanken, Großinvestoren stehen und für das Einbrechen des Pyramidenschemas wird niemand offiziell schuldig sein. Bei einer Inflation sieht es anders aus.

Sie (die Planer) werden die Kryptowährungen sperren, wann auch immer sie auch Lust dazu haben: Stichwort Terrorismusfinanzierung etc.
Eine Sperre kann z.B. durch das Sperren der VPN Verbindungen und der entsprechenden Ports, Seiten etc.

Wenn kein Bitcoin mehr fließen kann, ist das Ding tot. Kurz davor werden sie das Geld der "Hoffenden" absahnen.

Es ist aber nicht nur das Geld sondern vielmehr deren Arbeitskraft und Lebensenergie.

Bis dahin wünsche ich allen "Teilnehmern" Tränen des Glücks.

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