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26.10.2012

14:19 Uhr

Kupfer, Öl, Gold

Rohstoffpreise geben wegen schwacher Konjunktur nach

Die enttäuschenden Zwischenberichte von Amazon und Apple machen sich auch am Rohstoffmarkt bemerkbar. Die Preise für Kupfer, Öl und Gold sanken am Freitag weiter. Analysten rechnen aber mit einer schnellen Erholung.

Die schwache Konjunktur macht das Öl billiger. dpa

Die schwache Konjunktur macht das Öl billiger.

FrankfurtDurchwachsene Unternehmensbilanzen und unsichere Konjunkturaussichten haben am Freitag für Verkäufe am Rohstoffmarkt gesorgt. Kupfer verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 7777 Dollar je Tonne. Der Preis für Öl der Sorte Brent und WTI gab um jeweils 0,6 Prozent auf 107,86 beziehungsweise 85,34 Dollar je Fass nach. „Die Angst vor einem globalen Wirtschaftsabschwung hat die Rohstoffpreise weiter fest im Griff - zumal auch die US-Bilanzsaison bislang nicht gerade von einer gesunden konjunkturellen Entwicklung zeugt“, sagte Tim Waterer, Händler bei CMC Markets. Zuletzt enttäuschten unter anderem die Zwischenberichte der US-Konzerne Amazon und Apple.

Im Tagesverlauf richteten die Anleger ihren Blick vor allem auf Konjunkturdaten aus den USA: Bei der am frühen Nachmittag anstehenden ersten BIP-Schätzung für das dritte Quartal rechnen Analysten mit einem Plus von 1,9 Prozent. Experten zufolge dürfte das aber noch lange nicht ausreichen, um den schwächelnden US-Arbeitsmarkt dauerhaft zu stabilisieren.

Unterstützung könnte der Ölpreis in den kommenden Tagen vom Wirbelsturm „Sandy“ erhalten, der derzeit Kurs auf die US-Ostküste nimmt. Da sich dort größere Raffineriekapazitäten befänden, könnte dies zu Angebotsengpässen führen, hieß es in einem Kommentar der Commerzbank. Am Freitag peitschte der Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde über die Bahamas, wo er Dächer von Häusern riss, zahlreiche Bäume niedermähte und das Stromnetz lahmlegte.

Am Goldmarkt gab der Preis für das Edelmetall weiter nach. Gold kostete mit 1704 Dollar je Feinunze 0,4 Prozent weniger. Seit seinem Elf-Monats-Hoch von 1795 Dollar Anfang Oktober hat der Preis mehr als fünf Prozent nachgegeben. Die Analysten der DZ Bank gehen allerdings davon aus, dass die Schwäche wegen der lockeren Geldpolitik der EZB und der US-Notenbank Fed nicht lange anhalten dürfte. Die Preisübertreibung sei mittlerweile wieder vollständig abgebaut, so dass der Weg in Richtung 2100 US-Dollar je Unze frei sei, meinen die Experten.

Von

rtr

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