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09.08.2012

11:54 Uhr

Kupfer und Öl

China-Daten haben Rohstoffpreise im Griff

Chinas Wirtschaft wächst im Juli langsamer als erwartet. Spekulationen über staatliche Konjunkturhilfen machen die Runde. Die Ungewissheit nagt an den Preisen für Kupfer und Öl. Einzig der Goldpreis profitiert.

Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI gaben im Zehntelprozent-Bereich nach. dpa

Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI gaben im Zehntelprozent-Bereich nach.

FrankfurtAm Rohstoffmarkt hat am Donnerstag vor allem die Diskussion um mögliche Konjunkturhilfen in China das Geschehen dominiert. Die Industrieproduktion in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verlor im Juli überraschend an Fahrt und auch der Preisdruck ließ erneut nach - das öffnete am Donnerstag Tür und Tor für neue Spekulationen auf weitere Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung und Zentralbank.

Experten zufolge bieten vor allem die Inflationszahlen der Führung in Peking Spielraum, um die Geldpolitik nach den Zinssenkungen im Juni und Juli zur Stützung der abflauenden Wirtschaft weiter zu lockern. Die Jahresteuerung fiel im Juli nach amtlichen Daten auf 1,8 Prozent von 2,2 Prozent im Juni auf den tiefsten Stand seit 30 Monaten. „Es scheint nun eindeutig, dass die Inflation in diesem Jahr wahrscheinlich unter der offiziellen Zielmarke von vier Prozent liegen wird“, sagte Nomura-Analyst Zhang Zhiwei. „Damit kann die Regierung ihren Fokus ganz klar auf das Wachstum legen.“

In Erwartung möglicher Konjunkturmaßnahmen legten die Preise für Kupfer und Öl zunächst zu, bröckelten im Laufe des Vormittags aber wieder ab. Das Industriemetall verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 7530 Dollar je Tonne. Öl der Nordseesorte Brent wurde 0,5 Prozent billiger bei 111,64 Dollar je Fass gehandelt. Der Preis für das US-Öl WTI gab um 0,3 Prozent auf 93,09 Dollar je Barrel nach. Marktexperten zufolge lastete die Unsicherheit über das tatsächliche weitere Vorgehen der chinesischen Regierung auf den Preisen.

Unklar bleibt auch, ob und wann die US-Notenbank Fed der schwächelnden US-Konjunktur noch einmal unter die Arme greift. Eine Reihe schlechter Nachrichten aus der Wirtschaft hatte zuletzt die Erwartung geschürt, die Fed könnte eine drittes Stützungsprogramm auflegen. Vergangene Woche hatte sie die Bereitschaft dazu durchblicken lassen, falls sich die Lage der Wirtschaft nicht bessert.

Der Goldpreis hielt sich mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent auf 1614 Dollar je Feinunze knapp im Plus. Das Edelmetall ist vor allem in Zeiten einer lockeren Geldpolitik der Zentralbanken als Inflationsschutz gefragt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.08.2012, 16:01 Uhr

Auf Grund seines großen Rohstoffhungers muß China importieren. Somit liegt es nicht im Interesse Chinas, daß die Rohstoffpreise steigen.

Schönen Tag noch.

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