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17.10.2013

16:23 Uhr

Kupfer und Öl

Keine Erleichterung am Rohstoffmarkt

Der Negativtrend am Rohstoffmarkt setzt sich fort: Die Preise Öl und Kupfer haben verloren, nur Gold ist im Plus. Entscheidend sind die weiteren Entwicklungen in den USA und das Wetter in Fernost.

Mehrere Goldbarren: Der Preis je Feinunze ist leicht gestiegen – der einzige positive Trend auf dem Rohostoffmarkt. Reuters

Mehrere Goldbarren: Der Preis je Feinunze ist leicht gestiegen – der einzige positive Trend auf dem Rohostoffmarkt.

FrankfurtNach der Einigung im US-Haushaltsstreit wollte am Rohstoffmarkt keine Freude aufkommen. Händlern zufolge blieben einige Investoren skeptisch, weil es sich bei dem nun erzielten Kompromiss nur um eine vorläufige Lösung handelt. Bereits Anfang 2014 könnte es im Kongress zu einer Wiederauflage des Schlagabtauschs kommen.

„In den nächsten Wochen werden die Märkte wohl weiterhin vorsichtig bleiben“, sagte Victor Thianpiriya, Analyst bei der ANZ. „Das ist eine kurzfristige Lösung, die das Problem nur hinausschiebt“, meinte Torbjoern Kjus, Leitender Ölanalyst bei DnB ASA in Oslo. „Das API hat einen riesigen Lageraufbau gemeldet. Die Nachfrage wird im nächsten Jahr nicht so schnell steigen wie das Angebot.“ Das American Petroleum Institute hatte gemeldet, dass die Rohöl-Lagerbestände in den USA letzte Woche um 5,94 Millionen Barrel angestiegen sind.

Der Terminkontrakt für die US-Sorte WTI zur Lieferung im November notierte zuletzt mit 101,68 Dollar je Barrel 0,6 Prozent tiefer als am Vortag. Brent-Öl verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 110,05 Dollar je Barrel. Der Kupferpreis verlor am Donnerstag 0,9 Prozent auf 7196 Dollar je Tonne.

Eine Feinunze Gold verteuerte sich um bis zu 3,3 Prozent auf 1322,56 Dollar. Damit machte der Goldpreis die Verluste der vergangenen Tage wieder wett, als die Anleger im großen Stil auf eine Lösung des Schulden- und Haushaltsstreits in den USA gesetzt hatten.

Dagong Global Credit Rating Co. hatte ihr Kreditrating für die USA gesenkt. „Es gab eine reflexartige Reaktion auf die Abstufung aus China”, sagte David Wilson, Analyst bei Citigroup Inc. in London. „Wenn die letztendliche Sorge dem Dollar gilt, dann wendet man sich vielleicht dem Gold zu.“

Gold gilt als Garant gegen Inflation und profitiert daher von der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Doch seit dem Frühjahr haben die Erwartungen auf eine baldige Drosselung der Käufe von Wertpapieren durch die Fed dem Preis kräftig zugesetzt. Die Bestände an Papiergold - die sogenannten ETFs - schmelzen seit Monaten kontinuierlich ab, da viele Anleger Bargeld bevorzugen. So sank der Bestand des weltgrößte Gold-Trust per Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren.

Analysten zufolge dürften Fundamentaldaten nun wieder verstärkt in den Vordergrund rücken. Entscheidend für den Kupferpreis sei etwa die Frage, wie sich die Nachfrage aus China entwickle. „Insgesamt ist die Nachfrage im Vergleich zum letzten Jahr zwar besser, aber wenn der Winter in China beginnt, könnte sich das bemerkbar machen“, prognostizierte Marktexpertin Chunlan Li in Beijing.

Kommentare (1)

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Goldhamster

17.10.2013, 10:49 Uhr

Gold und Silber haben schon früher Piraten geraubt weil es wertvoll und begehrt ist. Zur Zeit wird es nur runtergeknüppelt und entspricht nicht den wahren Wert.
China und Indien kaufen massig Gold, frägt sich warum das auf dem Markt nicht erkantn wird. Besonders Indien, die Inder machen viel Schmuck aus Gold und verschenken Gold zur Hochzeit...spätestens wenn wieder viel geheiratet wird in Indien steigt der Preis schnell in die Höhe.

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