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09.03.2006

12:16 Uhr

Kursfall

Preise der Edelmetalle geben nach

Die Kurse der Edelmetalle sind am Mittwoch massiv unter Druck geraten. Gold war zum Nachmittagsfixing in London nur noch 544,75 Dollar je Feinunze wert und fiel im New Yorker Handel weiter zurück. Dies war der niedrigste Stand seit etwa drei Wochen.

rp DÜSSELDORF. Noch am Vormittag hatte das Edelmetall in London bei 548,60 Dollar notiert, nach 553 Dollar am Vortag. Ausgelöst wurde der Preisrutsch Händlern zufolge durch starke Verkäufe spekulativ eingestellter Fonds.

Auch die anderen Edelmetalle wurden mit nach unten gezogen. Platin kostete nur noch wenig mehr als 1



000 Dollar. Der Preis für Silber sackte unter zehn Dollar. Insgesamt büßte das Edelmetall rund 6,5 Prozent ein. „Alle Rohstoffe stehen vor einer Korrektur“, sagte Paul McLeod, Vizepräsident im Bereich Edelmetalle der Commerzbank in New York. „Silber könnte kurzfristig noch nachgeben, aber wir sehen es langfristig als Kauf“, sagt McLeod der Nachrichtenagentur Reuters.

„Es gibt keine besonderen, fundamentalen Meldungen, die den aktuellen Preisverfall begründen, vielmehr sind es die Spekulanten, die jetzt aussteigen“, kommentiert Wolfgang Wrzesniok-Rossbach von der Heraeus Metallhandels GmbH die Preisentwicklung bei Gold. Dessen Verluste hätten die anderen Edelmetalle mit nach unten gerissen. Ein wesentlicher Grund für die einsetzenden Gewinnmitnahmen könnten laut Wrzesniok-Rossbach die jüngsten Zinserhöhungen gewesen sein, „welche die Attraktivität von festverzinslichen Anlagen steigern und unter anderem die Refinanzierungskosten für (teilweise unverzinsliche) Rohstoffanlagen erhöhen“.

New Yorker Händler bewerteten den Preisrückgang der Edelmetalle als „vor allem technisch“ begründet. Es sei kein neues Phänomen, dass der Goldpreis innerhalb größerer Bandbreiten schwanke. Im aktuellen Zinsumfeld folge das Edelmetall einmal mehr den Entwicklungen am Devisenmarkt. Üblicherweise fällt der Goldpreis, wenn der Dollar steigt.

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