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19.12.2012

20:04 Uhr

Kursgewinne

Euro auf höchstem Stand seit acht Monaten

Die Lage in der Euro-Zone beruhigt sich und stützt die Gemeinschaftswährung. Der Euro stieg gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit acht Monaten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,3178 (Montag: 1,3160) Dollar festgesetzt. dapd

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,3178 (Montag: 1,3160) Dollar festgesetzt.

Frankfurt Eine weitere Entspannung in der Schuldenkrise hat den Kurs des Euro am Mittwoch auf den höchsten Stand seit acht Monaten getrieben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3279 US-Dollar gehandelt. Kurzzeitig überschritt der Euro auch die Marke von 1,33 Dollar. Im frühen Handel hatte der Euro noch 1,3224 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3302 (Dienstag: 1,3178) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7518 (0,7588) Euro.

„Die Lage in der Eurozone hat sich weiter beruhigt und die Risikoneigung ist gestiegen“, sagte Volker Weber, Devisenexperte von M.M. Warburg. Das stärker als erwartet gestiegene deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex habe für mehr Zuversicht mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung gesorgt. Der Indikator ist im Dezember den zweiten Monat in Folge gestiegen und hat den höchsten Stand seit Juli erreicht.

Der zweite Grund war laut Weber die Heraufstufung der Kreditwürdigkeit von Griechenland um gleich sechs Stufen durch die Ratingagentur Standard & Poor's. Nach dem geglückten Anleihenrückkauf lobten die Bonitätswächter am Dienstagabend die Reformanstrengungen in Griechenland und die Entschlossenheit der Eurozone, das Land in der Währungsunion zu halten.

„Auch Italien wird trotz der Anfang des nächsten Jahres anstehenden Wahlen nicht mehr so negativ gesehen“, sagte Weber. Die Risikoaufschläge für italienische Anleihen gingen erneut deutlich zurück. „Der Euro kann bis zum Jahresende noch bis auf 1,34 Dollar steigen“, so der Experte.

Viele Spekulanten hätten bis zuletzt auf einen fallenden Kurs gesetzt und müssten sich nun mit Euro eindecken. Dies treibe die Gemeinschaftswährung im dünneren Handel vor Weihnachten weiter nach oben. Wie nachhaltig die jüngste Entspannung in der Eurozone ist, wird sich laut Weber jedoch erst im nächsten Jahr zeigen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81610 (0,81280) britische Pfund, 112,36 (110,53) japanische Yen und 1,2096 (1,2080) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1665,00 (1694,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.920,00 (40.740,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Rechner

19.12.2012, 10:33 Uhr

Um Kommentare der Eurozusammenbruchpropheten und -spekulanten wird gebeten.

Ich schlage vor: "Die Kurse sind manipuliert" ;)

Machiavelli

20.12.2012, 07:03 Uhr

Les problèmes de l'Union Monétaire et de l'UE sont dû aux déséquilibres des balances commerciales entre les pays de l'Union Monétaire, toute dévaluation qui permettrait de freiner les importations et d'augmenter les exportations étant impossible puisque monnaie commune.
Le choix doit être fait entre revenir aux monnaies nationales ou modifier les accords de façon à empêcher les déséquilibres des balances commerciales.
Tout déficit commercial a une augmentation du chômage pour conséquence, celle-ci provoque une augmentation des dépenses sociales de l'état allant de pair avec une diminutions des revenus fiscaux dû à l'augmentation du chômage, aboutissant à un déficit budgétaire et l'endettement qui s'en suit.
La solution est la pénalisation des déficits des balances commerciales mais aussi des excédents qui en sont le pendant.
Sans excédents pas de déficits et vice versa!

Ich

20.12.2012, 07:10 Uhr

Wir wollen hoffen dass die Zeit wo Deutschland und Frankreich eine für sie günstige Entscheidung im voraus vereinbarten und erst dann den anderen EU-Mitgliedern einfach zum Unterschreiben diktiert haben, endlich und für immer vorbei ist.
Dieses Verhalten ist auch der Hauptgrund für die heutige Krise, weil die getroffenen Entscheidungen die schwächere Wirtschaften der Wärungsunion ungeschützt waren, was zum Kannibalismus innerhalb der EU geführt hat. Daher Leistungsbilanzdefizite, Arbeitslosigkeit = Haushaltsdefizite wegen gestiegene Sozialausgaben und geringerer Einnahmen, Jugendarbeitslosigkeit, Auswanderung und leider auch Selbstmorde in den schwächeren EU-Ländern.

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