Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2015

14:24 Uhr

Landeswährung Ukraine

Griwna fällt auf historischen Tiefstand

Die ukrainische Griwna erreicht einen Tiefpunkt, seit Anfang Februar hat sie rund 60 Prozent an Wert verloren. Die Jahresprognose hängt derweil stark davon ab, wie der Friedensplan für die Ostukraine umgesetzt wird.

Erst am Samstag hatte die ukrainische Regierung ihre Inflationsschätzung auf 26 Prozent für dieses Jahr korrigiert. dpa

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk

Erst am Samstag hatte die ukrainische Regierung ihre Inflationsschätzung auf 26 Prozent für dieses Jahr korrigiert.

KiewDie Landeswährung der vom Staatsbankrott bedrohten Ukraine ist auf einen neuen Tiefstand gefallen. Der Wechselkurs des Euros erreichte am Montag 29,64 Griwna, für einen US-Dollar mussten erstmals mehr als 26 Griwna gezahlt werden.

Damit hat die Währung der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik allein seit Anfang Februar rund 60 Prozent an Wert verloren. Erst am Samstag hatte die ukrainische Regierung ihre Inflationsschätzung auf 26 Prozent für dieses Jahr korrigiert.

Die Prognose hänge jedoch davon ab, wie der Friedensplan für die Ostukraine umgesetzt werde, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk. Bei der Berechnung des Haushalts für 2015 war die Regierung noch von einer Preissteigerung von 17 Prozent ausgegangen. Zuletzt hatte es 2008 eine derartige Inflation gegeben.

Wegen der schweren Wirtschaftskrise hatte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit der Ukraine auf ein Niveau knapp über der Zahlungsunfähigkeit abgewertet.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte dem Land neue Hilfskredite im Wert von 40 Milliarden US-Dollar (etwa 35 Mrd Euro) in Aussicht gestellt. Im Gegenzug muss die Regierung in Kiew Reformen einleiten. So verlangt der IWF eine Inflation von weniger als 10 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Noack

16.02.2015, 16:53 Uhr

Die Ukraine kann also die Importe an Öl, Gas und anderen Rohstoffen nicht mehr bezahlen. Zum Glück braucht sie keine Lebensmittelimporte, weil die Nahrungsgüterexporte nach Russland ausfallen. Importe zur Stärkung der Wirtschaft sind nun unbzahlbar, oder? Waffen sind dennoch hoch willkommen und der Krieg in der Ostukraine darf nicht enden. Zum Glück gibt es neues Geld von der EU und dem IWF. Das muss dann auch nicht mehr zurückgezahlt werden. leider haben die Bürger nichts davon. Nur Oligarchen profitieren. Glückliche Ukraine!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×