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09.10.2014

08:01 Uhr

Leichte Erholung der Ölpreise

Schwächelnder Dollar bringt Erleichterung

Nach deutlichen Verlusten am Vortag haben sich die Ölpreise am Donnerstag leicht erholt. Seit Wochen stehen die Preise unter starkem Druck, Grund ist ein weltweit hohes Ölangebot.

Die Preise für Rohöl sind am Donnerstag leicht gestiegen. dpa

Die Preise für Rohöl sind am Donnerstag leicht gestiegen.

SingapurDie Ölpreise haben sich am Donnerstag leicht von ihren deutlichen Verlusten in den vergangenen Tagen erholt. Am Markt wurde vor allem der spürbar schwächere Dollar als Grund genannt.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Morgen 91,59 US-Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI stieg um 36 Cent auf 87,67 Dollar.

Sechs Fakten über die Rohstoffmärkte

Viel Verbrauch...

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.

...und wenig Angebot

Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.

13 Prozent

beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.

40 Prozent

der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.

30 Prozent mehr

als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der Uno unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.

465 Prozent Gesamtrendite

konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.

Wegen des weltweit hohen Ölangebots und der konjunkturbedingt verhaltenen Nachfrage stehen die Ölpreise seit Wochen unter starkem Druck. Etwas Erleichterung kam zuletzt von der Währungsseite: Der amerikanische Dollar hat seit Mittwochabend auf breiter Front nachgegeben.

Ausschlaggebend waren Hinweise aus den Reihen der US-Notenbank Fed, die eine schnelle Zinsstraffung unwahrscheinlich erscheinen lassen.

Rohöl wird in Dollar gehandelt, die Nachfrage außerhalb des Dollarraums profitiert deshalb von einer schwächeren US-Währung.

Von

dpa

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