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24.08.2012

17:48 Uhr

Leichte Verluste

Euro geht im Schlussspurt die Puste aus

Der Euro hat zum Wochenende nach zuvor kräftigen Zuwächsen leichte Verluste erlitten. Als Grund nannten Händler leichte Stimmungsumschwünge durch die Schuldenkrise. Dennoch liegt die Währung in der Wochenbilanz im Plus.

Leichte Verluste zum Wochenende. dpa

Leichte Verluste zum Wochenende.

FrankfurtDer Euro hat am Freitag einen Teil seiner kräftigen Gewinne seit Wochenbeginn abgegeben. Händler verwiesen auf die Euro-Schuldenkrise, die den Investoren wieder etwas stärker auf die Stimmung schlage. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2510 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2507 (Donnerstag: 1,2552) Dollar festgesetzt.

„Viele Marktteilnehmer scheinen bereits auf die erste Septemberhälfte zu blicken, wenn eine Reihe wichtiger Ereignisse ansteht“, sagte Devisenexpertin Jana Meier von HSBC Trinkaus. Im kommenden Monat wird das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung zum Euro-Rettungsfonds ESM verkünden. Darüber hinaus wird ein wichtiger Zwischenbericht zur Lage in Griechenland erwartet. Der Troika-Bericht von EU, Internationalem Währungsfonds und EZB wird darüber entscheiden, ob Athen durch seine europäischen Partnerstaaten weiterhin finanzielle Unterstützung erhält.

In der Wochenbilanz lag der Euro am Freitag hingegen deutlich mit etwa zwei Cent im Plus. Experten nennen dafür im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen verdichteten sich die Anzeichen, dass die EZB bald umfassend am europäischen Anleihemarkt intervenieren werde. Dies könnte finanzschwachen Euroländern Zeit erkaufen, um ihre Staatshaushalte in Ordnung zu bringen und Reformen umzusetzen, argumentieren Befürworter des Konzepts. Zum anderen war der Dollar zur Wochenmitte deutlich unter Druck geraten, nachdem die amerikanische Notenbank Fed eine abermalige geldpolitische Lockerung signalisiert hatte. Der Euro konnte im Gegenzug profitieren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78960 (0,79110) britische Pfund, 98,16 (98,68) japanische Yen und 1,2009 (1,2010) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1667,00 (Vortag: 1665,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 42 000,00 (41 880,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Machiavelli

24.08.2012, 23:22 Uhr

Der EURO ist immer noch überbewertet, erst wenn der EURO und der $-US eins zu eins stehen wird der EURO richtig bewertet sein.
Nur große deutsche Konzerne brauchen einen starken EURO weil sie viel in Nichteuroländer, wo sie die Gewinne die im Euroländer realisiert haben, vorproduzieren lassen und dadurch in Euro diese Vorproduktion teurer wird.

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