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03.03.2011

15:08 Uhr

Leitwährung

China nimmt Dollar unter Beschuss

VonJörg Hackhausen, Christian Panster

China fordert die USA heraus: Das Land will den Yuan als Reservewährung etablieren und seinen Außenhandel in der eigenen Währung abwickeln. Ein weiterer Schlag gegen den Dollar.

China stärkt die Rolle des Yuan. Quelle: Reuters

China stärkt die Rolle des Yuan.

Der Dollar ist nach wie vor die dominierende Weltwährung. Was aber nicht heißt, dass seine Stellung für alle Zeiten unangefochten bleibt. Das zumindest scheinen sich die Chinesen zu denken. Schritt für Schritt stärken sie die heimische Währung, den Yuan, als Reservewährung – und greifen damit die Stellung des US-Dollars in der Welt an.

Am Mittwoch setzte Chinas Zentralbank einen weiteren Nadelstich: Alle Exporteure und Importeure sollen noch in diesem Jahr die Geschäfte mit ausländischen Partnern in Yuan abrechnen können, erklärten die Währungshüter. Damit werde auf die wachsende Bedeutung des Yuan reagiert. Bisher war es für chinesische Firmen, internationale Geschäfte in Dollar abzuwickeln.

Die Abrechnung in Yuan hatten die Chinesen zunächst nur probeweise erlaubt, im vergangenen Jahr gab es innerhalb von 20 Provinzen einen Test. Dabei belief sich das Handelsvolumen auf umgerechnet rund 56 Milliarden Euro. Jetzt soll das Modell auf das ganze Land ausgedehnt werden.

Das ändert allerdings nichts daran, dass die chinesische Währung nach wie vor von den Parteibossen in Peking kontrolliert wird. Der Yuan ist und bleibt international nicht frei handelbar. Zwischen den USA und China kam es deshalb in jüngster Zeit immer wieder zu Konflikten. Die Amerikaner kritisieren, China halte seine Währung seit Jahren künstlich niedrig, um billig Waren in die Welt zu liefern und so seine Handelsbilanz herauszuputzen. Bislang hat das prächtig funktioniert: Die Parteibosse in Peking sitzen auf Devisenreserven von mehr als 2,5 Billionen Dollar.

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