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05.01.2006

12:50 Uhr

Märkte blicken auf das Opec-Treffen Ende Januar

Rohöl kostet wieder mehr als 60 Dollar

Der Rohölpreis ist aus seiner bisherigen Handelsspanne nach oben ausgebrochen. Erstmals seit Mitte Oktober kostet das europäische Brentöl wieder mehr als 61 Dollar je Barrel (159 Liter). Auch der Preis für die US-Richtmarke WTI hat sich mit über 63 Dollar deutlich verteuert.

rp HB DÜSSELDORF. Getrieben wurden die Ölnotierungen in den zurückliegenden Tagen vor allem durch den Erdgas-Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Mit der Einigung der zwei Staaten gaben die Rohölpreise gestern zwar leicht nach, verharrten aber auf recht hohem Niveau. An den Märkten wirft zudem das Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am 31. Januar in Wien seinen Schatten voraus. Nach Angaben des indonesischen Opec-Gouverneurs Maizar Rahman streben einige der Kartellmitglieder eine geringere Produktion an. „Wir sehen ein Überangebot von zwei Millionen Barrel pro Tag im zweiten Quartal. Einige Opec-Mitglieder wollen die Produktion um eine Million Barrel pro Tag zurückfahren, um einen Preisverfall zu vermeiden“, sagte Rahman. „Indonesien wünscht sich niedrige, jedoch nicht zu niedrige Ölpreise. Wir wären glücklich, wenn der WTI-Preis bei rund 50 Dollar pro Barrel läge“, fügte er an.

Jochen Hitzfeld, Rohstoffexperte der HVB-Gruppe, rechnet für das laufende Jahr bei Brentöl mit einem durchschnittlichen Rohölpreis von 70 Dollar je Barrel. Gleich zwei Faktoren sorgen nach seiner Einschätzung dafür, dass die Ölpreise fest bleiben. Zum einen sei noch offen, wie sich die Wintersaison entwickeln werde. Zum anderen bleibe die Lage an den Ölmärkten gespannt. „Denn die langfristigen Versorgungsengpässe lassen sich kurzfristig nicht aus der Welt schaffen“, sagt Hitzfeld.

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