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22.01.2014

21:50 Uhr

Manipulation des Schweizer Franken

Gerüchte um Ermittlungen gegen Banken

Berichten zufolge hat die EU-Kommission Ermittlungen gegen verschiedene europäische Banken aufgenommen. Der Verdacht diesmal: Die Institute sollen den Schweizer Franken manipuliert haben.

Mögliche Manipulation am Franken: Angeblich ermittelt die EU-Kommission gegen mehrere Banken. dpa

Mögliche Manipulation am Franken: Angeblich ermittelt die EU-Kommission gegen mehrere Banken.

BrüsselWegen des Verdachts auf Zinsmanipulationen beim Schweizer Franken hat die EU-Kommission einem Insider zufolge eine Untersuchung gegen mehrere Banken eingeleitet. Betroffen seien unter anderem UBS, Credit Suisse und Royal Bank of Scotland, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Es seien aber noch weitere Geldhäuser im Visier der EU-Wettbewerbshüter. Um welche weitere Banken es sich handelt, blieb zunächst unklar.

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte auf Anfrage: "Unsere Untersuchung dauert noch an." Es gebe keinen weiteren Kommentar. Die vom Insider genannten Banken UBS, Credit Suisse und Royal Bank of Scotland lehnten eine Stellungnahme jeweils ab.

Die EU-Kommission geht schon seit etwa einem Jahr Vorwürfen nach, wonach Banken die Referenzsätze im Handel mit verschiedenen Währungen zu ihren Gunsten manipuliert haben sollen. Im vergangenen Monat hatte die EU-Kommission wegen Manipulationen anderer Zinssätze bereits eine Rekordgeldstrafe von insgesamt 1,7 Milliarden Euro gegen fünf Geldhäuser verhängt - darunter auch die Deutsche Bank, die im Rahmen des Vergleichs Anfang Dezember 725 Millionen Euro aufgebrummt bekam.

Die Deutsche Bank und die RBS waren demnach Teil von gleich zwei Händlerringen, die sich zum Vorteil ihrer Institute bei der Ermittlung von Referenzsätzen abgesprochen haben sollen. Die Schweizer UBS hatte damals über die Manipulationen beim Euribor und Yen-Libor ausgepackt und sich damit nach Angaben der Kommission eine Strafe von 2,5 Milliarden Euro erspart.

Von

rtr

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