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26.02.2014

19:01 Uhr

Marktanalyse

Starker Dollar drückt Euro, Gold und Silber

Der Dollar kommt dank überraschend starker US-Konjunkturdaten zurück: Der Eurokurs fiel unter die Marke von 1,37 Dollar. Dämmt die Fed die Geldflut weiter ein, wird das den Dollar noch mehr antreiben.

100-Dollar-Scheine: In den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, waren die Verkäufe neuer Häuser im Januar unerwartet gestiegen. AFP

100-Dollar-Scheine: In den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, waren die Verkäufe neuer Häuser im Januar unerwartet gestiegen.

Frankfurt/MainDas Comeback des Dollar hat am Mittwoch die Preise für Gold und Silber gedrückt. Händler verwiesen darauf, dass ein höherer Dollar-Kurs die in Dollar gehandelten Edelmetalle für viele Anleger aus dem Euro-Raum teurer mache. So fiel der Preis für eine Feinunze Gold um bis zu 1,4 Prozent auf 1322,09 Dollar.

Silber verbilligte sich um bis zu 3,6 Prozent auf 21,04 Dollar je Feinunze. „Einige Investoren nehmen nach dem Preisanstieg der letzten Wochen auch ihre Gewinne mit“, kommentierte ein Händler. Zuvor war der Goldpreis noch in der Spitze um 0,4 Prozent auf 1345,35 Dollar gestiegen und hatte damit so hoch wie seit vier Monaten nicht mehr notiert.

Auch am Future-Markt gaben die Kontrakte spürbar nach: der Gold-Future fiel um 1,3 Prozent, der Silber-Future um 3,5 Prozent. Der Dollar kletterte auf 102,40 Yen von 102,22 Yen am Vorabend.

Der Euro ist nach überraschend guten US-Konjunkturdaten deutlich unter die Marke von 1,37 US-Dollar gefallen. Nachdem sich die Gemeinschaftswährung über weite Strecken des Handelstags unverändert hielt, rutschte der Kurs am Nachmittag bis auf 1,3662 Dollar. Er erreichte damit den tiefsten Stand seit fast zwei Wochen. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,3726 (Dienstag: 1,3754) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7285 (0,7271) Euro.

„Alle US-Konjunkturdaten, die Hinweise für ein weiteres Eindämmen der Geldflut durch die Notenbank Fed liefern, stützen den Dollar“, erklärte ein US-Devisenexperte die Marktreaktion auf jüngste Wirtschaftsdaten. Die Regierung in Washington hatte überraschend gute Zahlen vom US-Immobilienmarkt veröffentlicht. In der größten Volkswirtschaft der Welt waren die Verkäufe neuer Häuser im Januar unerwartet gestiegen.

Weltweite Währungsreserven

2004

Gesamt: 2,655 Billionen

US Dollar: 1,739 Billionen (65,45 %)
Britisches Pfund: 0,093 Billionen (3,50 %)
Yen: 0,114 Billionen (4,29 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,15 %)
Euro: 0,655 Billionen (24,67 %)

2005

Gesamt: 2,844 Billionen

US Dollar: 1,891 Billionen (66,49 %)
Britisches Pfund: 0,107 Billionen (3,76 %)
Yen: 0,113 Billionen (3,97 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,14 %)
Euro: 0,679 Billionen (23,87 %)

2006

Gesamt: 3,315 Billionen

US Dollar: 2,158 Billionen (65,10 %)
Britisches Pfund: 0,15 Billionen (4,52 %)
Yen: 0,115 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,18 %)
Euro: 0,827 Billionen (24,95 %)

2007

Gesamt: 4,119 Billionen

US Dollar: 2,631 Billionen (63,87 %)
Britisches Pfund: 0,199 Billionen (4,83 %)
Yen: 0,131 Billionen (3,18 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,076 Billionen (26,12 %)

2008

Gesamt: 4,21 Billionen

US Dollar: 2,685 Billionen (63,78 %)
Britisches Pfund: 0,178 Billionen (4,23 %)
Yen: 0,146 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,14 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,104 Billionen (26,22 %)

2009

Gesamt: 4,59 Billionen

US Dollar: 2,848 Billionen (62,05 %)
Britisches Pfund: 0,195 Billionen (4,25 %)
Yen: 0,133 Billionen (2,90 %)
Schweizer Franken: 0,005 Billionen (0,11 %)
Euro: 1,27 Billionen (27,67 %)

2010

Gesamt: 5,163 Billionen

US Dollar: 3,193 Billionen (61,84 %)
Britisches Pfund: 0,203 Billionen (3,93 %)
Yen: 0,189 Billionen (3,66 %)
Schweizer Franken: 0,007 Billionen (0,14 %)
Euro: 1,343 Billionen (26,01 %)

2011

Gesamt: 5,652 Billionen

US Dollar: 3,525 Billionen (62,37 %)
Britisches Pfund: 0,217 Billionen (3,84 %)
Yen: 0,204 Billionen (3,61 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,07 %)
Euro: 1,394 Billionen (24,66 %)

2012

Gesamt: 6,085 Billionen

US Dollar: 3,715 Billionen (61,05 %)
Britisches Pfund: 0,245 Billionen (4,03 %)
Yen: 0,248 Billionen (4,08 %)
Schweizer Franken: 0,018 Billionen (0,30 %)
Euro: 1,477 Billionen (24,27 %)

2013 (Q3)

Gesamt: 6,191 Billionen

US Dollar: 3,803 Billionen (61,43 %)
Britisches Pfund: 0,242 Billionen (3,91 %)
Yen: 0,239 Billionen (3,86 %)
Schweizer Franken: 0,017 Billionen (0,27 %)
Euro: 1,496 Billionen (24,16 %)

Zuletzt waren Konjunkturdaten wegen des ungewöhnlich harten Winters in weiten Teilen des Landes mehrfach enttäuschend ausgefallen und hatten Zweifel an einem weiteren Drosseln der Anleihekäufe der US-Notenbank geschürt.

Dagegen konnten stärker als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland den Euro am Morgen nur kurzzeitig antreiben. Die Kauflaune der Deutschen bleibt vorerst im Höhenflug. Das GfK-Konsumklima kletterte überraschend auf den höchsten Stand seit sieben Jahren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82260 (0,82395) britische Pfund, 140,50 (140,65) japanische Yen und 1,2198 (1,2193) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1331,75 (1339,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 830,00 (30 660,00) Euro.

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