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02.01.2012

15:41 Uhr

Marktbericht

Euro geht auf Talfahrt zum Yen

Der Euro ist nicht gut ins neue Jahr gestartet. Pünktlich zum zehnten Geburtstag der Bargeld-Einführung rutschte der Kurs zum Yen ab. Und die Sorgen um die Zukunft der Währung sind nicht geringer geworden.

Der Euro sinkt zum ersten Mal seit über zehn Jahren unter 99 Yen. dpa

Der Euro sinkt zum ersten Mal seit über zehn Jahren unter 99 Yen.

FrankfurtZum runden Geburtstag hat der Euro am ersten Handelstag des neuen Jahres angesichts der andauernden Schuldenkrise nichts geschenkt bekommen: Zum Yen rutschte die Gemeinschaftswährung - sie wurde Neujahr vor zehn Jahren als Bargeld in den Euro-Ländern eingeführt - auf der Handelsplattform EBS erstmals seit Ende 2000 wieder unter 99 Yen. Bis zum Nachmittag stabilisierte sich der Kurs bei 99,50 Yen. Händler verwiesen auf extrem geringe Umsätze. Viele asiatische Börsen hatten am Montag feiertagsbedingt geschlossen, und in London und New York wird der in diesem Jahr auf einen Sonntag gefallene Neujahrs-Feiertag nachgeholt. Dies und die Schuldenkrise lasteten auf dem Euro. Zum Dollar notierte der Euro mit 1,2950 Dollar nahezu auf dem New Yorker Freitagsschluss.

Die reibungslose Einführung des Euro-Bargelds hatte vor zehn Jahren den Erholungskurs des Euro eingeleitet. Unmittelbar nach seiner Einführung an den Finanzmärkten 1999 war er noch stark unter Druck geraten und zeitweise sogar weniger als einen Dollar wert gewesen. Mit den Euro-Scheinen und -Münzen begann die Erholung und schließlich der Rekordlauf der Gemeinschaftswährung, die im Juli 2008 mit gut 1,60 Dollar einen Rekord erreichte.

Derzeit sieht die Zukunft freilich weniger rosig aus: „Es gibt viel Druck auf die Euro-Zone, da viele die hohe Refinanzierung einiger Euro-Staaten im ersten Quartal fürchten“, erklärte Arne Lohmann Rassmussen, Währungsstratege bei Danske Bank in Kopenhagen. Viele Analysten rechnen damit, dass die Gemeinschaftswährung vor allem in den nächsten Wochen unter Druck geraten könnte. So wird an den Märkten das Urteil der Ratingagentur Standard & Poor's zu einer Reihe von Euro-Ländern - darunter auch Deutschland - erwartet. Einige Händler erwarten, dass der Euro sein Jahrestief von 2010 - 1,1876 Dollar - testen könnte.

Kommentare (1)

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02.01.2012, 17:48 Uhr

Zu diesem Artikel passen sehr gut die letzten Ausführungen von Herrn Schäuble, wie stabil der Euro doch sei.
'Wieder ein Paradebeispiel für die Glaubwürdigkeit der Euro-Gesundbeter.

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