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20.03.2006

13:51 Uhr

Mehr Spielraum für Kapitalanlagen

Versicherer liebäugeln mit Rohstoffen

Die Versicherungswirtschaft ist in Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, um mehr Spielraum in der Kapitalanlage zu bekommen. Insbesondere geht es um die Erweiterung des zulässigen Anlagekatalogs um Rohstoffe.

rl KÖLN. „Wir haben positive Signale, dass sich in diesem Bereich etwas tun wird“, sagte Ulrich Krüger, im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für Kapitalanlagefragen zuständig Ende der Woche auf einer Fachtagung von Barclays Capital in Köln.

Anlagen in Rohstoffe haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Wert gewonnen. Den Versicherungsunternehmen ist die Investition in Öl oder Metalle jedoch nicht erlaubt. Die Aufsicht dulde Rohstoffe allenfalls in Hedge-Fonds verpackt, sagt Krüger. Er hofft, dass die Anlageverordnung recht bald erweitert werde, damit die Branche noch rechtzeitig vom Aufwärtstrend der Rohstoffe profitieren kann.

Angesichts des niedrigen Zinsniveaus ist die Assekuranz zunehmend auf der Suche nach Anlagealternativen. Bisher investiert sie etwa 80 Prozent ihrer rund 650 Mrd. Euro Kapitalanlagen in festverzinsliche Papiere. Die Zinsabhängigkeit setzt vor allem die Lebensversicherer unter Druck, die ihren Kunden im Schnitt noch 3,5 Prozent auf die Sparguthaben garantieren müssen. Das ist mit Anleihen seit geraumer Zeit schon schwierig zu erwirtschaften. Aus diesem Grund nehme auch das Interesse an Immobilien in der Branche wieder zu, hat Thorsten Siegmund, Investmentstratege der R+V-Versicherungsgruppe, beobachtet.

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