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13.02.2013

16:02 Uhr

Milliardendeal

Russland handelt Öl gegen Kredite mit China

Der russische Staatskonzern Rosneft will bei China Kredite in Milliardenhöhe aufnehmen. Im Gegenzug werden die Öllieferungen ins Nachbarland ausgeweitet.

Rosneft liefert für insgesamt 15 Jahre täglich 300.000 Barrel Öl nach China. AFP

Rosneft liefert für insgesamt 15 Jahre täglich 300.000 Barrel Öl nach China.

London/MoskauDer staatlich kontrollierte russische Ölkonzern Rosneft plant offenbar die Aufnahme milliardenschwerer Kredite bei China im Gegenzug für eine Ausweitung der Öllieferungen in die Volksrepublik. Wie vier der Industrie nahestehende Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten, verhandelt Rosneft mit der chinesischen CNPC über das Darlehen mit einem Volumen von bis zu 30 Milliarden Dollar.

Ein ähnliches Geschäft hatte der Konzern bereits vor etwa einem Jahrzehnt abgeschlossen, als er damit den Kauf von Anteilen des verstaatlichten Ölproduzenten Yukos finanzierte. Rosneft wiederum baute dafür eine Pipeline nach China. Seither liefert der weltgrößte Ölförderer für insgesamt 15 Jahre täglich 300.000 Barrel Öl in das riesige Nachbarland, das zum weltgrößten Energieverbraucher aufgestiegen ist.

Diesmal muss Rosneft den 55 Milliarden Dollar schweren Zukauf der drittgrößten russischen Ölfirma TNK-BP stemmen. Den Personen zufolge ist nun eine Verdoppelung der Lieferungen in die Volksrepublik im Gespräch. Rosneft wie auch CNPC waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

„Der Grund, warum China so bereitwillig borgen will, liegt auf der Hand. Sie sitzen auf mehr als drei Billionen Dollar an Währungsreserven und wollen ihre Investitionen breiter aufstellen", sagte eine der mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Das Geschäft würde in eine Zeit fallen, wo Russland und Europa über Öl- und Gaslieferungen streiten. Die Europäische Union rief unlängst dazu auf, stärker auf andere Zulieferer zu setzen.

Von

rtr

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