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07.07.2017

10:25 Uhr

Nach 15 Jahren

Noch knapp 13 Milliarden D-Mark im Umlauf

Mark und Pfennig im Milliardenwert sind trotz der Euro-Einführung noch im Umlauf. Ein Teil dürfte im Ausland schlummern. Doch auch aus dem Alltag in Deutschland ist die D-Mark noch nicht ganz verschwunden.

Schätzungen zufolge sind 15 Jahre nach Euro-Einführung noch 12,67 Milliarden D-Mark im Umlauf. dpa

Euro und D-Mark

Schätzungen zufolge sind 15 Jahre nach Euro-Einführung noch 12,67 Milliarden D-Mark im Umlauf.

FrankfurtVersteckt in Abflussrohren, Einmachgläsern oder Vogelkäfigen: Gut 15 Jahre nach der Euro-Bargeldeinführung sind noch Millionen von D-Mark-Scheinen und Milliarden Münzen nicht umgetauscht. Häufig tauchen sie bei Haushaltsauflösungen oder Renovierungsarbeiten auf. Das noch nicht zurückgegebene Geld hat einen beträchtlichen Wert: Ende Juni waren nach Daten der Bundesbank Scheine und Münzen im Gesamtwert von 12,67 Milliarden Mark (rund 6,48 Milliarden Euro) im Umlauf.

Vor allem bei den Geldstücken scheint den Menschen eine Trennung schwer zu fallen: Rund ein Drittel aller Münzen wurden der Bundesbank zufolge bisher noch nicht umgetauscht. „Es handelt sich jedoch bei dieser Summe zum Teil auch um Sammlermünzen“, so die Notenbank. Ein Teil der Münzen dürfte auch von Touristen in deren Heimatländer mitgenommen worden sein, vermutet der Bundesverband deutscher Banken (BdB).

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Bei Münzen im Wert von zehn Pfennig und weniger dürften einige Besitzer wegen des geringen Wertes auf einen Umtausch verzichten. Allein vom Glückspfennig sind noch rund 9,7 Milliarden Stück im Umlauf.

Im Einzelfall kann sich der Besitz alter Geldstücke auch durchaus lohnen. Je seltener und besser erhalten die Münze sei, desto höher sei meist der Wert, den Liebhaber dafür zahlten, heißt es beim Münzhandelshaus MDM. Dabei spiele es auch eine Rolle, ob es sich um eine Sonder- beziehungsweise Gedenkprägung handele.

Münzen mit kleinen Fehlern, wie zum Beispiel das schon fast legendäre 50-Pfennig-Stück aus dem Jahr 1950 mit der Aufschrift „Bank deutscher Länder“ statt „Bundesrepublik Deutschland“, könnten ebenfalls deutlich wertvoller sein als der Nennwert. Ein Mitarbeiter der Prägestätte Karlsruhe hatte damals versehentlich zur falschen Schablone gegriffen.

Kommentare (1)

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Herr Joschi Max

07.07.2017, 11:09 Uhr

Ja, die DM, das war noch eine solide und harte Währung. Die ganzen Versprechungen vom damaligen Bundeskanzler Kohl und dessen Finanzminister Waigel, damals manchmal als "Schulden-Waigel" bezeichnet, sind nicht eingetroffen. Z. B. jedes Land haftet für die eigenen Schulden, der Euro wird eine harte Währung, usw. Alles gelogen! Die derzeitige künstliche Niederzinsphase der EZB beschwert vielen Kreissparkassen, Bausparkassen große Probleme. Der Sparer wird buchstäblich um sein Erspartes gebracht, damit die hochverschulddten Südländer noch weiter in der "Schuldenwährung Euro" bleiben können. Den Deutschenentgehen dadurch jedes Jahr Milliarden. Die damaligen Schulden vom sogen. "Schulden-Waigel" sind gegenüber dem jetzigen Schuldenstand von Deutschland buchstäblich "Peanuts". Ich, und da bin ich nicht alleine, wünsche mir wieder eine harte und stabile Währung, nämlich die DM zurück.

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