Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.07.2016

18:36 Uhr

Nach BoJ-Zinsentscheid

Anleger-Enttäuschung treibt den Yen

Die Bank of Japan hat ihre Geldpolitik zwar gelockert, aber nicht so stark wie von den Märkten erhofft. Die Enttäuschung schlägt sich auf die japanische Währung nieder.

Die Leitzinsen beließ die japanische Zentralbank bei minus 0,1 Prozent und widerstand damit dem Druck der Regierung und der Märkte. dpa

Yen wertet auf

Die Leitzinsen beließ die japanische Zentralbank bei minus 0,1 Prozent und widerstand damit dem Druck der Regierung und der Märkte.

Singapur/FrankfurtDer Yen hat nach einer nur geringen geldpolitischen Lockerung der japanischen Notenbank (BoJ) zugelegt. Der Dollar fiel am Freitag zur japanischen Landeswährung um 1,7 Prozent auf 103,46 Yen. Die Währungshüter wollen zwar mehr Wertpapiere aufzukaufen. Allerdings betrifft dies nur börsengehandelte Fonds (ETF) und nicht etwa Staatsanleihen. Die Leitzinsen beließ die Zentralbank bei minus 0,1 Prozent.

Damit widerstand sie dem Druck der Regierung und der Märkte, noch mehr zu unternehmen, um dem Inflationsziel von zwei Prozent näher zu kommen. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hatte am Mittwoch ein umgerechnet mehr als 240 Milliarden Euro schweres und damit überraschend großes Paket zur Ankurbelung der Konjunktur angekündigt. Damit schürte er Spekulationen auf aggressive Lockerung der Geldpolitik, um diese Maßnahmen zu flankieren. Einige Börsianer hatten sogar auf „Helikopter-Geld” gehofft, obwohl die Notenbank einer unter diesem Begriff zusammengefassten Verteilung von Notenbank-Geld direkt an Unternehmen und Verbraucher eine Absage erteilt hatte.

Bank of Japan-Sitzung: Händler sichern sich gegen Yen-Chaos ab

Bank of Japan-Sitzung

Händler sichern sich gegen Yen-Chaos ab

Am Freitag tagt die japanische Notenbank und am Tag zuvor sind die Märkte in Aufregung. Die Kosten für die Absicherung gegen Yen-Kurs-Turbulenzen klettern auf Rekordhoch.

Währungsstratege Heng Koon von Credit Suisse rechnet nun mit stärkeren Kursschwankungen und einer kurzfristig anhaltenden Yen-Stärke. Die Verunsicherung der Anleger hatte die Kosten für eine Absicherung gegen Turbulenzen des Dollar/Yen-Kurses binnen einer Woche vervierfacht und am Donnerstag auf ein Rekordhoch getrieben.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×