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27.01.2015

14:29 Uhr

Nach dem Ende der Franken-Euro-Koppelung

Anleger flüchten weiter in die Schweiz

Der Euro wertete nach der Entkopplung vom Schweizer Franken enorm ab. Viele reiche Investoren aus dem Ausland flüchteten deshalb in den Franken. Auch angekündigte Negativzinsen können den Trend nicht stoppen.

Schweizer Nationalbank: Das Guthaben für Währungswechsel in Franken bei der Nationalbank, ist um fast 26 Milliarden Franken gestiegen. AFP

Schweizer Nationalbank: Das Guthaben für Währungswechsel in Franken bei der Nationalbank, ist um fast 26 Milliarden Franken gestiegen.

ZürichDie Flucht internationaler Anleger in die Schweiz hält an. Reiche Ausländer tauschten in der vergangenen Woche wieder Milliardenbeträge in Franken, obwohl sie für die Schweizer Währung nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses deutlich mehr zahlen müssen. Zudem müssen sie mit Negativzinsen auf Vermögen rechnen, die sie in der Schweiz parken.

Wenn Euro und Dollar in Franken getauscht werden, landet das Geld auf den Konten der Banken bei der Schweizer Notenbank. Die Guthaben dort stiegen in der vergangenen Woche sprunghaft um 26 Milliarden auf 365 Milliarden Franken, wie die Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Montag mitteilte.

Der Euro im Vergleich zu anderen Währungen 2014

Dollar

-11,47 Prozent

Der Euro hat gegenüber dem Dollar deutlich an Boden verloren. Die Wirtschaft der USA brummt und hängt die Konjunktur der Euro-Zone deutlich ab.

Yen

+ 1,26 Prozent

Gegenüber dem Yen hat der Euro zugelegt. Die Bank of Japan flutet den Markt derzeit mit Geld, um die eigene Währung zu schwächen und die Wirtschaft anzukurbeln.

Pfund

- 5,77 Prozent

Brasilianischer Real

- 0,09 Prozent

Australischer Dollar

- 3,44 Prozent

Kanadischer Dollar

- 3,33 Prozent

Norwegische Krone

+ 8,94 Prozent

Schwedische Krone

+ 7,18 Prozent

Schweizer Franken

- 1,95 Prozent

Türkische Lira

- 4,2 Prozent

Rubel

+ 49,47 Prozent

Quelle: Bloomberg

Der jüngste Anstieg, der höchste in einer Woche seit März 2013, sei ein sehr starker Hinweise dafür, dass die SNB auch nach der Aufhebung des Mindestkurses weiterhin im Markt interveniert, erklärte ein Devisenexperte der Credit Suisse. Die Währungshüter wollen eine noch stärkere Aufwertung des Frankens verhindern, die Schweizer Güter im Ausland verteuert und Industrie und dem Tourismus-Gewerbe das Leben schwermacht.

Am 15. Januar schaffte die SNB den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro ab und hörte auf bei dieser Kursmarke Euro zu kaufen. Die Gemeinschaftswährung fiel daraufhin innerhalb von Minuten unter einen Franken, wo sie auch zuletzt mit 0,99 Franken gehandelt wurde.

Zugleich erhöhte die SNB den ab dem 22. Januar geltenden Negativzins auf Einlagen der Banken auf 0,75 Prozent von zuvor angekündigten 0,25 Prozent. Die Währungshüter hoffen, dass große internationale Anleger wie etwa Hedgefonds deshalb ihr Geld nicht mehr in Franken sondern etwa in den USA anlegen. Eine Reihe von Geschäftsbanken kündigte an, die Negativzinsen an Großkunden weiterzugeben.

Die Wahl in Griechenland und das Staatsanleihen-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) schafften aus der Sicht internationaler Anleger ein Klima der Unsicherheit, sagten Experten. In dieser Lage sei ein Negativzins von 0,75 Prozent ein akzeptabler Preis für die Sicherheit, die der Franken bietet, erklärte ein Devisen-Analyst des Brokers Swissquote. Auch dass Anleger für einen Euro nur noch knapp einen Franken erhalten und nicht mehr 1,20 Franken, schreckte nicht ab.

Wenn die Euro-Untergrenze nicht aufgehoben worden wäre, hätte die SNB nach eigener Schätzung allein im Januar Devisen im Gegenwert von 100 Milliarden Franken kaufen müssen. Bereits jetzt betragen die Devisenreserven mit 500 Milliarden Franken rund 85 Prozent des Schweizer Bruttoinlandsprodukts. Entsprechend ist auch die Franken-Geldmenge gestiegen, die sich später als Nährboden einer kräftigen Teuerung erweisen könnte.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

27.01.2015, 17:46 Uhr

Jeder kluge Kaufmann sagt sich:

Lieber ein Handvoll werthaltige Sfr - als ein Lkw voller wertloser Euro.

Account gelöscht!

27.01.2015, 19:12 Uhr

Anleger flüchten weiter in die Schweiz

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Wer kann flieht aus der " EU " !

Wer kann flieht aus dem EURO heraus !

Wer Aktien hat sollte alles schnell verkaufen und sich

dafür Goldbarren kaufen...sich aushändigen lassen !!!









Herr Ingo Klein

27.01.2015, 19:42 Uhr

An die Leser und die Redaktion:

In Zukunft wollen Sie beachten, dass Waehrungen gekauft - und nicht getauscht - werden !

mfg ingo

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