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17.10.2014

09:49 Uhr

Nach deutlichen Verlusten

Euro fängt sich wieder

Am Donnerstag ging es für den Euro kräftig abwärts. Heute kann der Euro wieder Fuß fassen und stabilisiert sich. Für eine stärkere Gemeinschaftswährung sorgen auch Aussagen der US-Notenbanker.

Der Euro geriet gestern unter Druck, kann sich heute aber stabilisieren. dpa

Der Euro geriet gestern unter Druck, kann sich heute aber stabilisieren.

Frankfurt/MainDer Euro hat sich am Freitag nach zeitweise deutlichen Verlusten vom Vortag stabilisiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2805 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Am Donnerstag war der Euro wegen Marktturbulenzen stark unter Druck geraten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,2749 Dollar festgesetzt.

Nachdem sich die allgemeine Marktstimmung am Donnerstag stark eingetrübt hatte, dürften Anleger die Entwicklung vor dem Wochenende genau beobachten. Insbesondere in Europa hatten starke Verluste an den Börsen geschwächter Euroländer Erinnerungen an die Schuldenkrise geweckt.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgte in den USA Notenbanker James Bullard. Entgegen derzeitiger Planungen brachte er die Möglichkeit fortgesetzter Wertpapierkäufe ins Spiel. Bullards Äußerungen sind vor allem deswegen bemerkenswert, weil er sich in den letzten Monaten für eine straffere Geldpolitik ausgesprochen hatte.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr richard roehl

17.10.2014, 10:22 Uhr

Was für ein haarsträubender Blödsinn. Gestern mittag ging der Euro kurzfristig etwas runter, war aber am abend bereits auf Vortagsniveau. Heute dagegen ist er leicht unter Vortagsniveau, also genau das Gegenteil, was der Artikel aussagt. Das HB sollte den Praktikanten, der die alten Artikel recyclet, besser durch ein Computerprogramm ersetzen

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