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12.09.2012

11:17 Uhr

Nach ESM-Entscheid

Euro legt weiter zu

Der heutige Mittwoch steht ganz im Zeichen des Bundesverfassungsurteils zum Rettungsschirm ESM. Im Vorfeld des Karlsruher Entscheids zog der Euro weiter an und nimmt nun die Marke von 1,29 Dollar ins Visier.

Der Euro klettert weiter. dpa

Der Euro klettert weiter.

FrankfurtNach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Rettungsschirm ESM konnte der Euro seine Gewinne vom Vortag weiter ausbauen. Nachdem das Gericht mehrere Eilanträge gegen den ESM abgelehnt hatte, kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2906 US-Dollar. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,2871 US-Dollar gehandelt. Das ist der höchste Stand seit Mitte Mai.
Im asiatischen Handel hatte der Euro zeitweise noch 1,2850 Dollar gekostet, nachdem er bereits am Dienstag um fast einen Cent gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2787 (Montag: 1,2776) Dollar festgesetzt.

Vor der Gerichtsentscheidung hatte es starke Kursschwankungen gegeben, der Euro hatte kurzzeitig einen Cent weniger als im Tageshoch gekostet. Das Verfassungsgericht hatte am Mittwochvormittag den ESM unter Auflagen genehmigt.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Arminius

12.09.2012, 12:34 Uhr

VIVA DRAGHI!
Nieder mit Weidmann!

Machiavelli

12.09.2012, 12:54 Uhr

Der Karlsruher Entscheid ist nur bedingt eine gute Entscheidung, ein befristeter "Ja" wäre besser gewesen.
Eine Frist um die Verträge zu ändern wäre die bessere Entscheidung gewesen.
Der Morgenthau-Plan oder warum Europa verblutet.
Die Euro- und EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse entworfen und durchgesetzt, führen zu eine Art Morgenthau-Plan für die Peripherieländer der Währungsunion.
Die wirtschaftlich schwache Euro-Länder werden, weil ihre Wirtschaft gegen die stärkere Wirtschaften nicht geschützt ist, immer schwächer. Dies führt dazu dass vielen jungen und gut ausgebildete Menschen aus diesen Länder keine andere Alternative bleibt als Europa den Rücken zu kehren und ihr Glück auf andere Kontinente zu suchen.
Diese Hämorrhagie ist nicht nur eine menschliche Tragödie aber auch wirtschaftlich nachteilig für Europa. Bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, ist der Euro für die meisten andere Länder überbewertet und erschwert diesen Ländern Exporte und bremst Importe nicht ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.
Niemand soll sagen, dass diese Dinge nicht absehbar gewesen seien - dass ist Ökonomie-Grundstudiums-Wissen.
Was Europa braucht sind Vertragsänderungen die zu einer Wirtschaftskonvergenz innerhalb der Währungsunion führen und zu einer horizontalen Arbeitsteilung, Vertragsänderungen die den natürlichen Standortsnachteile der Peripherieländer entgegen wirken.

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