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30.01.2013

09:44 Uhr

Nach fast 14 Monaten

Euro steigt wieder auf 1,35 Dollar

Erstmals seit fast 14 Monaten konnte die europäische Gemeinschaftswährung die Marke von 1,35 US-Dollar erreichen. In den USA stehen wichtige Konjunkturdaten und geldpolitische Beschlüsse der US-Notenbank an.

Der Euro hat zuletzt deutliche Kaufsignale gesendet. dpa

Der Euro hat zuletzt deutliche Kaufsignale gesendet.

Frankfurt am MainDer Euro hat am Mittwoch erstmals seit fast 14 Monaten die Marke von 1,35 US-Dollar erreicht. Vor geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank am Abend und wichtigen Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag habe der Handel mit der Gemeinschaftswährung am Morgen erneut an Schwung gewonnen, hieß es von Händlern. Im frühen Handel erreichte der Euro in der Spitze 1,3500 Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3433 (Montag: 1,3444) Dollar festgesetzt. Nach Einschätzung des Devisenexperten Lutz Karpowitz von der Commerzbank sind die Aussichten gut, dass der Euro über die Marke von 1,35 Dollar steigen kann.

„Heute stehen wichtige Ereignisse auf der Agenda“, sagte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Anleger warten gespannt auf die Stellungnahme der US-Notenbank nach den geldpolitischen Beschlüssen am Abend. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Fed vorerst keine Änderungen bei ihren quantitativen Lockerungen signalisieren wird. “Die US-Wirtschaft bleibt schwach. Das wird die Sicht des Marktes verstärken, dass die Anleihekäufe durch die Fed noch eine Weile andauern werden, was wiederum den Dollar belasten wird,” sagte Peter Dragicevich, Währungsstratege bei der Commonwealth Bank of Australia in Sydney.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Zuvor werden am Nachmittag US-Arbeitsmarktdaten und die erste Schätzung für das amerikanische Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2012 das Interesse der Anleger auf sich ziehen. “Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zuletzt gesunken, sodass sich die moderate Erholung am Arbeitsmarkt wohl fortgesetzt haben wird”, schrieben Viola Julien und Ulrich Wortberg, Volkswirte bei der Helaba in Frankfurt.

Der Yen neigte nach den Erholungsansätzen am Vortag wieder zur Schwäche. Die japanische Währung verlor zum Dollar um 0,2 Prozent auf 90,95 Yen, während sie zum Euro um 0,4 Prozent auf 122,85 Yen nachgab. “Die Bank of Japan wird an ihrer lockeren Geldpolitik für längere Zeit festhalten. Das unterstreicht die Schwäche des Yen,” sagte Jonathan Cavenagh, Währungsstratege bei der Westpac Banking Corp. in Singapur.

Der Schweizer Franken tendierte zum Euro mit 1,2451 Franken 0,2 Prozent leichter. Gegenüber dem Dollar notierte die eidgenössische Währung mit 92,17 Rappen kaum verändert.


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