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04.01.2013

09:30 Uhr

Nach Fed-Ankündigung

Preise für Rohöl und Gold fallen

Das Stimulierungsprogramm für die US-Wirtschaft könnte 2013 ein Ende haben. Sowohl der Preis für Rohöl als auch der Preis für Gold gaben daraufhin nach.

Ölpumpe in Bahrain. dapd

Ölpumpe in Bahrain.

Die Rohölpreise sind am frühen Freitag zurückgegangen, nachdem der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank signalisiert hatte, dass das Stimulierungsprogramm dieses Jahr enden könnte. “Aus dem FOMC- Protokoll geht klar hervor, dass der Weg zur Reduzierung der Stimuli offen ist”, sagte Jonathan Barratt, Herausgeber des Rohstoff-Newsletters Barratt's Bulletin in Sydney. Manche Investoren hätten das “als Ausrede genutzt, um über Nacht Öl zu verkaufen”.

Der Februar-Kontrakt für die US-Sorte WTI verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 92,22 Dollar je Barrel, die europäische Sorte Brent kostete am Terminmarkt 111,47 Dollar, 0,6 Prozent weniger als am Donnerstag.

Auch der Goldpreis gab infolge der Fed-Ankündigungen nach und lag zuletzt bei 1649,85 Dollar je Unze, 0,8 Prozent niedriger als am Vortag. “Zum großen Teil war der Bullenmarkt für Gold von der lockeren Geldpolitik bestimmt, und deren Ende schadet der Rally”, sagte Wang Xiaoli, leitender Investmentstratege bei CITICS Futures Co. in Shenzhen. “Es ist aber noch zu früh das Ende auszurufen, weil die niedrigeren Preise physische Käufer anziehen könnten, die es bisher kaum gab.”

Kommentare (1)

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WFriedrich

04.01.2013, 16:11 Uhr

Die Marktreaktionen sollten nicht überbewertet werden. Angesichts der Verschuldung der Notenbanken (ca. 6000 Mrd.) bleiben Sachwerte ein attraktiver Anlageschwerpunkt. Die Ankündigung des Endes der expansiven Geldpolitik ist noch nicht deren Ende, geschweige denn das Schrumpfen der Geldmenge. Unter den Sachwerten konkurrieren neben Aktien, Immobilien und Rohstoffen weitere Exotika, wie Kunstgegenstände, Briefmarken und Edelsteine. Da letztere auf einen sehr eng begrenzten Kundenkreis (Liebhaber) treffen, ist Vorsicht geboten. Immobilien sind ausgereizt - zumindest in guten Lagen. Weiteren exorbitanten Preissteigerungen wird die Politik Einhalt gebieten. Aktien sind zurzeit ein gutes Investment. Eine Korrektur liegt nahe, sobald deren Wertsteigerungspotential hinter das anderer Anlageklassen (z. Bsp. Rohstoffe) zurückfällt. Gemäß dieser zeitlosen Marktregel werden sich die Preise der Edelmetalle keinesfalls gegenläufig entwickeln. Lediglich Notverkäufe der Notenbanken könnten eine dramatische Eigendynamik auslösen, die allerdings weder an Aktien, noch Immobilien spurlos vorbei gehen dürfte.

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