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15.03.2012

14:48 Uhr

Nach Fitch-Drohung

Großbritannien gerät unter Druck

Keine Überraschung, aber trotzdem eine schlechte Nachricht: Nach der Drohung der Ratingagentur Fitch geraten britische Anleihen und das Pfund Sterling unter Druck.

Banken- und Versicherungsviertel von London. dpa

Banken- und Versicherungsviertel von London.

LondonDass Großbritannien seine Top-Bonitätsnote verlieren könnte, hat am Renten- und Devisenmarkt seine Spuren hinterlassen. Die Kurse der zehnjährigen Papiere fielen am Donnerstag, entsprechend zogen die Renditen an. Auch das Pfund Sterling geriet leicht unter Druck. „Die Drohung von Fitch ist zwar kein Schock für die Märkte, aber eine schlechte Nachricht bleibt es trotzdem“, sagte ein Händler.

Nach Moody's senkte auch Fitch den Ausblick auf negativ und begründete den Schritt mit Zweifeln an der Fähigkeit des Landes, mit wirtschaftlichen Schocks umzugehen. Der britische Finanzstaatssekretär Danny Alexander sprach von einem Weckruf an jene, die vom Konsolidierungskurs abrücken wollten. Jede Hoffnung, dass der Finanzminister bei der Vorstellung des Haushalts in der nächsten Woche hier und da doch noch etwas spendabler sein könnte, dürfte sich nun zerschlagen haben, sagte Michael Hewson, Analyst bei CMC Markets.

Die Renditen der britischen Papiere kletterten bis auf 2,461 Prozent und notierten damit so hoch wie seit November vergangenen Jahres nicht mehr. Das Pfund Sterling gab zeitweise bis auf 1,5632 Dollar nach (Vortagessschluss: 1,5665 Dollar), erholte sich bis zum Mittag aber wieder. Der Euro kletterte gegenüber dem Pfund in der Spitze auf 83,50 Pence von 83,16 Pence.

Kommentare (3)

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gold333

15.03.2012, 14:23 Uhr

Die Briten sind Pleite

Account gelöscht!

15.03.2012, 17:17 Uhr

Endlich trifft es mal die Hauptverantwortlichen der Finanzkatastrophen seit dem 16ten Jahrhundert.
Alles wurde "privatisiert" kein rentensystem, keine reale Wirtschaft, nur bunt bedruckte Scheinchen.
Und haufenweise Ideen, wie noch mehr menschen über den Tisch gezogen werden in der City of London... bald ist das Licht aus

ray

15.03.2012, 18:30 Uhr

Exakt, so isses.
UK ist nur noch Nettoimporteur.
Kein Barrel Erdöl(wie letzlich ein berliner Regierungsmensch noch behauptete) verläßt die Insel, kein Gas, kaum Industrieprodukte - abgesehen von Brooks-Fahrradsätteln, 'n bisschen Wachskleidung - ist da sonst noch was Bemerkenswertes?
Wie wird die Bilanz aufgehübscht? So: alle Finanzprodukte, die von der tollen "City" im Ausland gemacht werden gehen in die Exportbilanz, also auch Cayman Islands und andere Offshore-Plätze. Ein Engländer sagte mir kürzlich ganz stolz: Our car industry is very strong. Na ja - ich hab an den Mini gedacht und geschmunzelt.
Die Iron Lady hat alles privatisiert - und für alle Zeiten Kompetenzen des Staates an die Cowboys abgegeben.
Das war noch nicht das Ende - es kommt bald noch eins drauf, ist schon in der Mache...

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