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29.05.2015

08:57 Uhr

Nach Frankenentkopplung

Schweizer Wirtschaft leidet unter Aufwertung

Beobachter waren von einem Dämpfer ausgegangen, doch die Folgen der Geldpolitik der Schweizer Nationalbank zeigen sich noch viel deutlicher: Die Wirtschaftsleistung des Landes knickte zuletzt ein.

Thomas Jordan, Präsident der Schweizer Nationalbank, muss wohl für die Folgen der Frankenaufwertung verantwortlich zeichnen. Reuters

Er stand zuletzt mehrfach in der Kritik

Thomas Jordan, Präsident der Schweizer Nationalbank, muss wohl für die Folgen der Frankenaufwertung verantwortlich zeichnen.

Bern/ FrankfurtDie starke Aufwertung des Franken hat die Schweizer Wirtschaft im ersten Quartal stark belastet. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Einige Bankvolkswirte hatten hingegen mit einer Stagnation gerechnet. Es ist der erste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit rund dreieinhalb Jahren. Zum Vorjahresquartal stieg das BIP um 1,1 Prozent.

Im Januar hatte sich die Schweizerische Notenbank SNB aus heiterem Himmel dazu entschlossen, sich nicht mehr gegen die Aufwertung des Franken zu stemmen. Sie hob die bis dahin gültige Kursgrenze von 1,20 Franken je Euro auf. Die Schweizer Währung gewann danach massiv an Wert, was den Außenhandel und die Schweizer Tourismusbranche erheblich belastetet haben dürfte.

Von

dpa

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