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15.05.2013

18:40 Uhr

Nach Konjunkturdaten

Euro verliert wegen schwachem Wachstum

Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich haben den Euro auf ein Sechs-Wochen-Tief gedrückt. Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich bis auf 1,2864 Dollar nach 1,2977 Dollar im Vortagesgeschäft.

Weil die deutsche Wirtschaft nur knapp an der Rezession vorbeigeschrammt ist, fällt der Euro-Kurs. dpa

Weil die deutsche Wirtschaft nur knapp an der Rezession vorbeigeschrammt ist, fällt der Euro-Kurs.

FrankfurtDer Euro ist am Mittwoch von schwachen Wachstumsdaten aus dem Euroraum belastet worden. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,2842 US-Dollar und damit so wenig wie seit sechs Wochen nicht mehr. Bis zum späten Nachmittag erholte sich der Euro nur geringfügig. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2864 (Dienstag: 1,2977) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7774 (0,7706) Euro.

Der Euroraum steckt in der Rezession fest. Nach Zahlen vom europäischen Statistikamts Eurostat sank die Wirtschaftsleistung im Währungsraum von Januar bis März um 0,2 Prozent zum Schlussquartal 2012. Damit schrumpft das Bruttoinlandsprodukt bereits seit eineinhalb Jahren. In den Krisenländern Spanien und Italien setzte sich der wirtschaftliche Sinkflug fort, wenn auch mit etwas geringerem Tempo. Frankreich rutschte zu Jahresbeginn zum zweiten Mal seit der schweren Finanzkrise 2008 in die Rezession. Deutschland enttäuschte mit einem mageren Wachstum nahe der Stagnation.

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Der erhoffte Aufschwung ist ausgeblieben: Nur mühsam schleppt sich die deutsche Wirtschaft aus dem Konjunkturtal. Das liegt auch am langen, harten Winter. Doch auch die Schuldenkrise bremst die Wirtschaft nach wie vor.

Leichte Unterstützung erhielt der Euro unterdessen von schwachen Konjunkturdaten aus den USA. Der Empire State Produktionsindikator gab ebenso nach wie die tatsächliche Erzeugung der amerikanischen Industrie. Die Zahlen reihen sich in seit Wochen durchwachsene Fundamentaldaten ein. Dementsprechend gehen die meisten Beobachter davon aus, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik eher später als früher straffen wird. Zuletzt hatte sie sogar durchblicken lassen, dass auch eine Ausweitung der milliardenschweren Anleihekäufe nicht ausgeschlossen ist.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84640 (0,84815) britische Pfund, 132,04 (131,88) japanische Yen und 1,2499 (1,2416) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1410,00 (1433,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 640,00 (34 900,00) Euro.



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