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21.01.2005

17:16 Uhr

Nach schwachen US-Daten

Euro steigt wieder über 1,30 Dollar

Der Euro hat mit leichten Aufschlägen auf überraschend schwache US-Konjunkturdaten reagiert. Gebremst wurde der Anstieg von anhaltenden Spekulationen über einen steigenden US-Leitzins.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung notierte am späten Nachmittag bei 1,3005 Dollar nach 1,2965 Dollar zum Vortageshandelsschluss in New York. „Die erste Reaktion waren Dollar-Verkäufe, jetzt muss man abwarten. Vor dem Wochenende wird nicht mehr viel passieren“, sagte ein Händler. Der Index der Universität Michigan, der als Indikator für die Konsumneigung der US-Bürger gilt, sank überraschend auf 95,8 Punkte von zuvor 97,1 Stellen. Analysten hatten im Schnitt mit 98 Zählern gerechnet.

Im Referenzkursverfahren Euro-FX wurde der Kurs des Euro mit 1,2971 (Donnerstag 1,2937) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,2963 (1,2936) Dollar.

Fed-Vertreter deuten Zinserhöhung an

Nach einem Rekordhoch Ende Dezember 2004 bei über 1,36 Dollar hat die Erwartung steigender US-Zinsen den Eurokurs in diesem Jahr merklich gedrückt. Steigen in den USA die Zinsen, werden Dollar-Anlagen attraktiver und erhöhen dadurch die Nachfrage nach der US-Währung. „Fed-Vertreter nutzen derzeit jede Möglichkeit, dem Markt zu sagen, dass die Zinsen noch etwas steigen müssen“, sagte Adrian Forster, Währungsstratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. 2004 hatte die US-Notenbank (Fed) den Leitzins auf 2,25 Prozent von einem Prozent angehoben. „Wir kalkulieren unverändert mit einer Anhebung der Fed-Funds-Rate auf 3,0 Prozent per Jahresmitte“, schrieben die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt in einer Studie. Die nächste Sitzung des für die Zinspolitik zuständigen Fed-Ausschusses ist am 1. und 2. Februar.

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