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28.01.2014

12:48 Uhr

Nach Tiefschlag

Dollar auf Erholungskurs

Der US-Dollar erholt sich von seinem Sieben-Wochen-Tief: Impulse vom Anleihenmarkt und von der US-Notenbank sorgen für soliden Zugewinn. Der Euro bewegt sich zunächst kaum.

Währungen aus den USA, Europa, China, Japan und Indien: Täglich bestimmen sie den Puls am Devisenmarkt. dpa

Währungen aus den USA, Europa, China, Japan und Indien: Täglich bestimmen sie den Puls am Devisenmarkt.

Frankfurt/TokioDer Euro hat am Dienstag leichte Kursgewinne verbucht. Frühestens am Nachmittag dürften Konjunkturdaten für stärkere Bewegung sorgen. Die Sitzung der US-Notenbank Fed rückt zunehmend in den Fokus. Die US-Notenbank wird nach ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch verkünden, ob sie ihre monatlichen Geldspritzen von derzeit 75 Milliarden Dollar weiter zurückfährt. Seit Jahresanfang hat die Fed mit der Straffung ihrer ultralockeren Geldpolitik begonnen. „Wir gehen davon aus, dass die Fed ihre Anleihenkäufe jeweils um zehn Milliarden Dollar pro Treffen reduzieren wird”, hieß es in einem Barclays-Kommentar. Die Notenbanker machen die Straffung ihrer Geldpolitik von einer nachhaltigen Verbesserung der US-Wirtschaft abhängig.

Am Morgen kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3688 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,3658 (Freitag: 1,3687) Dollar festgesetzt.

Der letzte - überraschend schwache - US-Arbeitsmarktbericht hatte diese Annahme kurzzeitig in Frage gestellt. „Diese Sorge ist aber längst wieder ausgepreist“, sagt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Bereits am Nachmittag blicken Anleger in die USA. Dann werden die Auftragseingänge langlebiger Güter veröffentlicht. Analysten erwarten einen weiteren Anstieg.

Die Furcht vor einer ausgewachsenen Schwellenländerkrise ist etwas abgeklungen. Indiens Währungshüter haben sich am Morgen mit einer überraschenden Zinsanhebung gegen die hohe Inflation gestemmt. Am Vortag hatte bereits die türkische Notenbank ein Sondertreffen wegen des Kursverfalls der Lira einberufen.

Nach seinem Absturz auf ein Sieben-Wochen-Tief gegenüber dem Yen hatte sich der Dollar am Dienstag im fernöstlichen Devisenhandel wieder gefangen. Zur japanischen Landeswährung stieg der Greenback zeitweise auf 102,76 Yen und entfernte sich damit wieder von seinem Sieben-Wochen-Tief von 101,77 Yen, das er am Montag erreicht hatte.

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