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25.07.2012

10:17 Uhr

Nahe Vortagesschluss

Euro zeigt sich bislang kaum verändert

Der Euro bewegt sich am Mittwoch bislang träge. Für Bewegung könnte der Ifo-Geschäftsklimaindex sorgen, der zum dritten Mal in Folge zurückgegangen ist.

Spanische Ein-Euro-Münze. dpa

Spanische Ein-Euro-Münze.

FrankfurtDer Euro hat sich vor Veröffentlichung des Ifo-Index am Mittwoch kaum bewegt. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,2070 Dollar in Reichweite ihres Vortagesschlusses von 1,2064 Dollar. Mit Blick auf den Ifo-Geschäftsklimaindex könnte nach Einschätzung von Helaba-Analyst Ulrich Wortberg unter den Anlegern erneut Sorge über die Stabilität Deutschlands aufkommen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli zum dritten Mal in Folge verschlechtert. Der Ifo-Index fiel von 105,2 auf 103,3 Punkte, wie das Institut am Mittwoch in München mitteilte. Analysten hatten für den Berichtsmonat im Schnitt mit 104,7 Punkten gerechnet. Das könnte der Gemeinschaftswährung weiter zusetzen.

Am Dienstag war der Euro mit 1,2040 Dollar auf ein neues Zwei-Jahres-Tief gefallen. Immer mehr Anleger fürchten, dass das stark verschuldete Spanien die hohen Zinskosten am Markt auf Dauer nicht tragen kann und vollständig unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen muss. Bislang soll das Land nur Hilfen für den angeschlagenen Finanzsektor erhalten. Die Renditen der zehnjährigen spanischen Anleihen markieren derzeit ein Rekordhoch nach dem anderen. Am Mittwochmorgen lagen sie in der Spitze bei 7,724 Prozent.

Die Euro-Schuldenkrise bleibt das alles beherrschende Thema am Devisenmarkt. Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen der Troika aus Experten der EZB, der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Griechenland über die weitere Vorgehensweise im Kampf gegen die Krise erwartet Expertin Antje Praefcke einmal mehr „viel Lärm“ aus Athen. Die Frage sei nur, „ob es sich um Zähneklappern oder Säbelrasseln handelt“.

„Der Devisenmarkt neigt zur Ansicht (...), dass das Damoklesschwert über der Akropolis schwebt“, sagte Expertin Praefcke. Daher dürfte der Verkaufsdruck auf den Euro auch in den kommenden Tagen nicht nachlassen. Zuvor hatte die US-Ratingagentur Moody's einen weiteren Warnschuss in Richtung Deutschland abgegeben. Nachdem die Agentur bereits den Ausblick für die Kreditbewertung der größten Volkswirtschaft der Eurozone senkte, folgte in der Nacht zum Mittwoch eine Senkung des Ausblicks für eine Reihe von Bundesländern. Außerdem senkte Moody's den Ausblick für den Euro-Rettungsfonds EFSF.

Die Verzinsung deutscher Papiere lag unverändert bei 1,235 Prozent. Am Dienstag waren die Renditen leicht gestiegen, weil die Ratingagentur Moody's den Ausblick für die Bundesrepublik auf „negativ“ gesenkt und damit eine mögliche Herabstufung in einigen Monaten signalisiert hatte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Hans

25.07.2012, 10:46 Uhr

Der "Euro" ist eine tote Währung, wird an allen Ecken und Kanten gestützt und nach oben manipuliert....
Ebenso wie der "Dax" der "Dow" etc....
Ebenso wie die Edelmetalle und vieles mehr...
Alles besteht nur noch aud Lügen und Manipulationen....

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