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06.05.2013

17:11 Uhr

Nahost-Spannungen

Rohölpreise können Gewinne nicht verteidigen

Nach anfänglichen Gewinnen wandert der Ölpreis wieder in den Minusbereich. Die Angriffe in Syrien sind verantwortlich für die Unruhe.

Das syrische Fernsehen strahlte Bilder vom Luftangriff Israels auf Damascus aus. dpa

Das syrische Fernsehen strahlte Bilder vom Luftangriff Israels auf Damascus aus.

Seoul/SingapurAn den Rohstoffmärkten sind die Rohölkontrakte am Montagnachmittag nach anfänglichen Gewinnen wieder ins Minus gefallen. Der Ölpreis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni notierte zuletzt 0,5 Prozent niedriger mit 95,11 Dollar. Öl der Sorte Brent wurde am Terminmarkt mit 104,15 Dollar 0,1 Prozent schwächer gehandelt.

Marktteilnehmer führten die Entwicklung auf die Situation im Nahen Osten zurück. „Es war über Nacht wegen der Angriffe auf Syrien zunächst nach oben gegangen, aber diese Bewegung ist ausgelaufen,” sagte Gene McGillian, Analyst bei Tradition Energy in Stamford. „Es gibt dort kaum Öl und nach zwei Jahren mit Kämpfen gibt es keinen Einfluss auf die Ölmärkte.”

Die Feinunze Gold notierte am Kassamarkt mit 1469,25 Dollar 0,1 Prozent niedriger. Zwischenzeitlich hatte sie den höchsten Preis seit dem 15. August erreicht. Dank hoher Nachfrage nach Münzen und Schmuck hatte sich das Edelmetall zuletzt wieder merklich von dem Einbruch im April erholt.

Hedgefonds haben sich so stark auf einen steigenden Goldpreis hin positioniert wie seit drei Wochen nicht mehr, nachdem die großen Notenbanken kein Ende ihrer geldpolitischen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft signalisiert haben. Die Fonds und andere spekulativ orientierte Marktteilnehmer erhöhten ihre Netto-Long-Positionen um 19 Prozent auf 54.762 Futures und Optionen, wie aus Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission vom 30. April hervorgeht.

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