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31.08.2011

16:18 Uhr

Neuer Höhenflug

Anleger flüchten in den Franken

Der Schweizer Franken nimmt Fahrt auf. Grund sind die anhaltende europäische Schuldenkrise und Unsicherheiten über die US-Konjunkturentwicklung. Der Euro zeigt sich stabil, der Dollar ist weiter unter Druck.

Anleger wenden sich in Zeiten der Unsicherheit verstärkt dem Schweizer Franken zu. dpa/picture alliance

Anleger wenden sich in Zeiten der Unsicherheit verstärkt dem Schweizer Franken zu.

FrankfurtAnleger haben angesichts der dauernden Unsicherheit über die US-Konjunkturentwicklung und der europäischen Schuldenkrise wieder die Sicherheit des Schweizer Franken gesucht. Der Euro rutschte am Mittwoch auf 1,1548 Franken von 1,1833 Franken am Vorabend, der Dollar auf rund 0,80 Franken von 0,82 Franken. „Die Investoren haben das relativ hohe Niveau von Euro und Dollar für Gewinnmitnahmen genutzt“, erklärte ein Händler.

Im Sog der Turbulenzen an den Aktienmärkten war der Euro zum Franken am 9. August auf unter 1,01 Franken eingebrochen. Erst Spekulationen über ein festes Kursziel hatten zur Monatsmitte die Talfahrt des Euro gestoppt und ihn Anfang dieser Woche bis auf fast 1,20 Franken getrieben. „Nachdem der Euro diese psychologisch wichtige Marke nicht hat nehmen können, haben einige Anleger wohl erst einmal Kasse gemacht“, erklärte ein Händler. „Damit könnten sie allerdings bald die Schweizer Nationalbank wieder auf den Plan rufen.“ Die SNB war gegen die Stärke der eidgenössischen Währung an den Märkten zuletzt eingeschritten.

Gesprächsthema in den Handelsräumen blieb die Schuldenkrise in Europa. Die deutsche Bundesregierung brachte am Mittwoch die ergänzte Version des Euro-Rettungsschirms EFSF auf den parlamentarischen Weg. Unter anderem werden die Garantien der Euro-Länder für den EFSF auf 780 Milliarden von 440 Milliarden Euro aufgestockt. In Rom rangeln die Politiker weiter um das Sparpaket: Nach der Reichensteuer will die Regierung Kreisen zufolge nun auch Teile der Rentenreform aus dem Sparpaket herausnehmen. In den USA gilt derzeit die Hauptsorge der Konjunktur. Nach enttäuschenden Daten vom Vortag konnten die Daten der privaten Arbeitsmarktagentur ADP für August nicht überzeugen.

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