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16.09.2014

12:23 Uhr

Neues Rekordtief

Russischer Rubel beschleunigt Talfahrt

Seit Wochen befindet sich der Rubel massiv unter Druck und verliert von Tag zu Tag immer stärker an Wert. Für einen Dollar mussten am Dienstag 38,81 Rubel bezahlt werden – ein neues Rekordtief für die russische Währung.

Der russische Rubel beschleunigt von Tag zu Tag seine Talfahrt. dpa

Der russische Rubel beschleunigt von Tag zu Tag seine Talfahrt.

Frankfurt/MoskauDer russische Rubel verliert immer stärker an Wert und hat am Dienstag im Handel mit dem US-Dollar ein neues Rekordtief erreicht. Am Vormittag mussten für einen Dollar 38,81 Rubel bezahlt werden und damit so viel wie noch nie. Nach Einschätzung von Experten belastet die Furcht vor einer Rezession infolge der Sanktionen westlicher Industriestaaten die russische Währung.

Der Rubel befindet sich bereits seit Ende August massiv unter Druck. Allerdings hat sich das Tempo der Talfahrt in den vergangenen Tagen deutlich verschärft. Am Dienstag verlor die russische Währung mehr als ein Prozent an Wert, seit Freitagabend ging es um etwa 2,5 Prozent nach unten.

Währungsbilanz 2014 - Euro verliert an Boden

Ukrainische Hrywnja

Euro/Hrywnja (lfd. Jahr): + 39,7 Prozent

Stand: 22.07.2014, Quelle; VWD

Argentinischer Peso

Euro/Argentinischer Peso (lfd. Jahr): + 23,2 Prozent

Russischer Rubel

Euro/Rubel (lfd. Jahr): + 5,3 Prozent

Chinesischer Yuan

Euro/Yuan (lfd. Jahr): + 0,9 Prozent

Polnischer Zloty

Euro/Zloty (lfd. Jahr): - 0,2 Prozent

Südafrikanischer Rand

Euro/Rand (lfd. Jahr): - 0,1 Prozent

Schweizer Franken

Euro/Franken (lfd. Jahr): - 0,5 Prozent

Kanadischer Dollar

Euro/Kan-Dollar (lfd. Jahr): - 0,7 Prozent

US-Dollar

Euro/Dollar (lfd. Jahr): - 1,7 Prozent

Mexikanischer Peso

Euro/Peso (lfd. Jahr): - 2,1 Prozent

Türkische Lira

Euro/Lira (lfd. Jahr): - 2,5 Prozent

Indische Rupie

Euro/Rupie (lfd. Jahr): - 4,1 Prozent

Britisches Pfund

Euro/Pfund (lfd. Jahr): - 4,8 Prozent

Japanischer Yen

Euro/Yen (lfd. Jahr): - 5,4 Prozent

Brasilianischer Real

Euro/Real (lfd. Jahr): - 7,5 Prozent

Australischer Dollar

Euro/Aus-Dollar (lfd. Jahr): - 7,6 Prozent

Am Morgen hatte der ehemalige russische Finanzminister Alexei Kudrin vor der Gefahr einer möglichen Rezession in Russland gewarnt. Seiner Einschätzung nach dürfte das Bruttoinlandsprodukt im nächsten Jahr wahrscheinlich schrumpfen. In der vergangenen Woche hatten die EU und die USA eine neue Runde von Wirtschaftssanktionen gegen Russland eingeläutet. Die jüngsten Strafmaßnahmen richten sich vor allem gegen den Energie-, Rüstungs- und Finanzbereich.

Von

dpa

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