Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.11.2012

11:01 Uhr

Nicht mehr auf Sanierungskurs

Investor Vedder macht Praktiker Vorwürfe

Nach dem Rückzug seiner Beteiligung an der Praktiker-Rettung macht der Investor Clemens Vedder der Baumarktkette Vorwürfe: Praktiker habe die vereinbarten Ziele fallengelassen und verlasse den Sanierungskurs, so Vedder.

Investor Clemens Vedder  zog seine Beteiligung an der bevorstehenden Kapitalerhöhungen bei Praktiker kurz zuvor zurück. dpa

Investor Clemens Vedder zog seine Beteiligung an der bevorstehenden Kapitalerhöhungen bei Praktiker kurz zuvor zurück.

Finanzinvestor Clemens Vedder hat dem Baumarktkonzern Praktiker und dessen Großaktionären ein Abweichen vom ursprünglichen Sanierungskurs vorgeworfen. Vedders Investmentgesellschaft Whitesmith begründete ihren Rückzieher bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung damit, dass „die im Vorfeld miteinander vereinbarten Ziele und Maßnahmen nun in abgeschwächter Form verfolgt oder ganz fallengelassen" worden seien. Auf seine Forderung nach einer Anpassung der Konditionen seien die anderen Beteiligten an dem Sanierungskonzept jedoch nicht eingegangen.

Whitesmith hatte zugesagt, Praktiker bis zu 20 Millionen Euro frisches Kapital zur Verfügung zu stellen, wenn die Aktien aus der Kapitalerhöhung anderweitig nicht zu verkaufen seien. Damit wäre der Fonds zum Großaktionär des Hamburger Konzerns geworden. „Die Rahmenbedingungen haben sich in einem Ausmaß verschlechtert, dass eine positive Investmententscheidung von uns nicht mehr verantwortet werden konnte", erklärte ein Sprecher des Investors. Praktiker wollte sich dazu nicht äußern.

Eine Person aus dem Umfeld des Unternehmens sagte, Vedder habe unter anderem einen weiteren Vorstand und mehr Aufsichtsratsposten gefordert. Erst vor kurzem war der Sanierer Alexander Eichner in den Praktiker-Aufsichtsrat eingezogen, der Vedder zugerechnet wird.

Nach Vedders Rückzug sprangen die österreichische Donau Invest von Alain de Krassny und die Hamburger Privatbank Berenberg in die Bresche, die nun die gesamte Kapitalerhöhung im Volumen von rund 60 Millionen Euro garantieren. Vedder war erst von de Krassnys Frau Isabella ins Boot geholt worden, die auch den zyprischen Praktiker-Großaktionär Maseltov vertritt. „Wir sind vom Restrukturierungskonzept der Gesellschaft in Teilen überzeugt, sehen aber durch die Komplexität der Interessenlagen der agierenden Kräfte auch ein Risiko", erklärte der Whitesmith-Sprecher.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

abbausaison

22.11.2012, 11:47 Uhr

veddernwirtschaft

clemens vedder hat 1 bis 1,5 mio für die kapitalerhöhungsgarantie kassiert....
macht sich vom acker

nun kräht er ungefragt ausreden für seine leistungslose abzocke in die welt

so läufts liebe praktiker aktionäre....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×