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05.07.2012

12:51 Uhr

Nordseeöl

Arbeitskampf in Norwegen treibt Ölpreis

In Norwegen sind die Ölarbeiter auf den Barrikaden. Mit anhaltenden Streiks blockieren sie die Produktion und treiben den Ölpreis in die Höhe.

Eine Bohrinsel des norwegischen Ölkonzerns Statoil in der Nordsee. dapd

Eine Bohrinsel des norwegischen Ölkonzerns Statoil in der Nordsee.

FrankfurtEin handfester Arbeitskampf im norwegischen Ölsektor hat am Donnerstag den Ölpreis kräftig angeschoben. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 2,4 Prozent auf 102,25 Dollar. US-Leichtöl stieg um 1,2 Prozent auf 88,77 Dollar. In Norwegen waren die Verhandlungen der Gewerkschaften mit der Ölindustrie am Mittwochabend gescheitert. Die Arbeitnehmervertretungen wollen am Freitag über weitere Streikmaßnahmen beraten. „Für uns kann der Streik noch sehr, sehr lange dauern. Wir haben die volle Unterstützung unserer Mitglieder“, erklärte ein Gewerkschaftsführer am Vorabend in Oslo.

Die Arbeitgeberseite reagierte mit der Ankündigung, ab Montag alle Öl-Arbeiter vor norwegischen Küste auszusperren. Der zum größten Teil dem norwegischen Staat gehörende Ölkonzern Statoil will die Produktion dann einstellen. Der Ausfall werde sich auf rund 1,2 Millionen Barrel täglich belaufen. Der Aktienkurs von Statoil gab an der Osloer Börse im Zuge der Mitteilungen etwa 1,7 Prozent nach.

Laut Commerzbank waren schon vor der Eskalation in dem Arbeitskampf 13 Prozent der norwegischen Ölproduktion betroffen, was auch Auswirkungen auf die Öllieferungen des achtgrößten Ölexportlandes hat. Eine der betroffenen Ölsorte "Oseberg" gehört zur Brentfamilie.

Der Ölpreis ist seit Tagen auf dem Vormarsch, da seit dem 1. Juli das Ölembargo der EU gegen den Iran gilt. Der Iran hatte daraufhin mit einer Blockade der Straße von Hormus gedroht. Zudem dürften die Ölbestände in den USA in der vorigen Woche geschrumpft sein. Die amtlichen Daten werden am Donnerstagnachmittag veröffentlicht, nachdem der Branchenverband API schon am Dienstag einen überraschend starken Abfluss gemeldet hatte. Die Commerzbank vermutet, dass der Tropensturm Debby die US-Ölproduktion und die US-Ölimporte im Golf von Mexiko beeinträchtigt hat.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Neo

05.07.2012, 13:26 Uhr

Wer denkt sich sich so einen Spökes immer nur aus. Haben die Arbeiter erst 15 minuten angefangen zu streiken?. Mal einfach überlegen, wieviel dieser Streik an der globalen Produktion ausmacht.
Ach was red ich mir eigentlich den Mund fusselig?

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